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BWE Geschäftsbericht 2019

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Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Themen der Branche im Rückblick auf 2019.

Brennpunktthemen Die

Brennpunktthemen Die Teilnahme des BWE am Austausch zwischen dem Referat für Naturschutz und Energie des BMU und den Energieverbänden zum Thema Naturschutz und Windenergie zur Untergesetzlichen Maßstabsbildung wurde so vorbereitet. Im Rahmen dieses Austausches wurden die drängenden Hemmnisse, etwa der unbestimmte Rechtsbegriff „Signifikanz“ im Zusammenhang mit der Beurteilung des Tötungs- und Verletzungsverbots gemäß § 44 Abs. BNatSchG, sowie mögliche Lösungsansätze diskutiert. In einem BMU-Projekt „Artenschutzportal“ sollen nach Vorstellungen des Bundestages künftig georeferenzierte Informationen veröffentlicht werden, die Aussagen zu einem möglichen Schutzstatus von Gebieten sowie zu vorkommenden Tier- und Pflanzenarten umfassen. Dafür sollen die Behörden des Bundes, der Länder und der Kommunen dazu verpflichtet werden, vorliegende Informationen zum Artenschutz dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) zur Verfügung zu stellen. Der BWE tauschte sich im März im Bundesamt für Naturschutz (BfN) über die Verfügbarkeit von Bestandsdaten windkraftrelevanter Vogelarten aus und wird den Aufbau der Datenbank weiter begleiten. Darüber hinaus sind vielfältige weitere Themen im Bereich Naturschutz zu betreuen. ProBat und Betriebsregulierung zum Vogelschutz BWE-Vertreter nahmen 2019 an der projektbegleitenden Arbeitsgruppe ProBat teil. Die Software ProBat ermöglicht die Reduktion der Zahl der Fledermausschlagopfer an Windenergieanlagen. Im Rahmen des vom BfN geförderten Vorhabens wird die Software gemeinsam mit den Nutzergruppen – Entwicklern, Gutachtern, Genehmigungsbehörden, Betreibern – weiterentwickelt. Da auch Regionalspezifika Eingang finden, ist die Branche angefragt, erhobene Daten beim Fledermausmonitoring bereitzustellen. Der BWE AK Naturschutz und Windenergie arbeitet darüber hinaus zurzeit an einem Positionspapier zum Thema Fledermausschutz. Vom Arbeitskreis bereits fertiggestellt ist das Diskussions papier „Technische Systeme Detektion und Betriebsregulierung zum Vogelschutz“. Das Papier dient u.a. als Grundlage der Fachdiskussionen auf den Veranstaltungen des Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende, an denen BWE-Vertreter regelmäßig teilnehmen. Politik: Zusammenarbeit mit Umweltverbänden Die Umweltverbände stehen der Windenergie unterschiedlich gegenüber. Während einige Verbände einen Konflikt zwischen Windenergieausbau und Artenschutz sehen, sprechen sich andere für eine deutliche Anhebung des Windenergieausbaus an Land aus und haben eigene Vorschläge zu einem naturverträglichen Ausbau vorgelegt. Intensive und produktive Diskussionen mit einzelnen Landesverbänden der Umweltverbände erfolgten auf den BWE-Branchentagen. Positiv lässt sich der Dialog mit den Umweltverbänden in Hessen hervorheben. Auf der Bundesebene wird der Kontakt ebenfalls intensiviert. Bei Treffen der Verbandsspitzen wurden die Hemmnisse im Bereich des Natur- und Artenschutzes offen diskutiert. Diese Diskussionen mündeten letztlich in der Verabschiedung eines 10-Punkte-Papiers, mit dem Industrie- und Umweltverbände im Vorfeld des Windgipfels im Bundeswirtschaftsministerium gemeinsame Zielsetzungen definierten. Berichterstattung in der neue energie Helfen farbige Rotorblätter beim Artenschutz? Diese Frage warf neue energie im Oktober-Heft auf, ohne eindeutigen Befund. Auch in der Titelstrecke vom Juli, die das Thema Akzeptanz behandelte, kam der Artenschutz zur Sprache – und seine mögliche Instrumentalisierung durch Windkraftgegner. Im September war der Wald Titelthema von neue energie. Wegen des Klimawandels sind viele Baumarten in Deutschland vom Aussterben bedroht, gleichzeitig bieten Windparks auf Kahlflächen der Waldwirtschaft neue Chancen. 22

Brennpunktthemen Info- und Medienpapiere zum Thema Naturschutz und Windenergie Für das Fachpublikum veröffentlicht der Bundesverband WindEnergie regelmäßig Hintergrund- und Positionspapiere. Für Medien und die breite Öffentlichkeit legt der BWE oft auch ad hoc Info- und Medienpapiere vor, etwa zu den Themen Windenergie in forstwirtschaftlichen Gebieten sowie Windenergie und Insekten. Mit letzterem konnte sich der BWE profilieren, weil die schnelle fachliche Reaktion auf eine Veröffentlichung einer Literaturrecherche im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt (DLR) die Expertise unterstrich. Federführend durch die Abteilung Strategie und Medien und unterstützt durch Expertise aus dem AK Naturschutz und Windenergie, dem Beirat Kommunikation sowie den Landesverbänden erarbeitete der Verband die Broschüre „Es liegt in unserer Natur – Klima- und Naturschutz mit Windenergie“, in der die Leistungen der Windenergie für den Naturund Artenschutz in ansprechender Form dargestellt werden. Die Broschüre macht die verschiedenen Themen in diesem Bereich für die breite Öffentlichkeit verständlich und enthält Informationen zu den Themen: Windenergie im Wald, Flächenverbrauch, Artenschutzprüfung, Kompensationsmaßnahmen, Rückbau und Recycling sowie Artenschutz. Ihre Veröffentlichung wurde begleitet durch ein thematisch passendes Naturschutz-Poster und Postkarten mit Naturschutzmotiven. Ziel war es, dem Thema naturverträgliche Energiewende mehr Aufmerksamkeit zu vermitteln und die Lösungen der Windbranche einem breiteren Publikum zu präsentieren. Über den Artenschutz hinaus wurde zudem eine zweite Publikation im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit erstellt: „Wer Klimaschutz will, braucht die Windenergie“. Sie legt den Fokus auf Klimaschutz und Klimawandel und zeigt den Einfluss der Windenergie auf CO 2 -Einsparungen auf. Verstärkung im Bereich Naturschutz Die Aufgabenfülle, Komplexität sowie die Bedeutung des Themas Naturschutz und Windenergie haben in den letzten Jahren stark zugenommen und werden weiter wachsen. Mit den aktuellen personellen Kapazitäten sind diese Aufgaben nicht mehr zu meistern. Daher wurde mit finanzieller Unterstützung von Mitgliedern aus der Länderkammer und des AK Naturschutz eine 2-jährige Projektstelle „Referentin Naturschutz Bundesländer“ eingerichtet und bereits zum 1. Januar 2020 besetzt. 23

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