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BWE Geschäftsbericht 2019

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Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Themen der Branche im Rückblick auf 2019.

SO FUNKTIONIERT DIE

SO FUNKTIONIERT DIE ENERGIEWENDE EUROPÄISCH DENKEN SEKTOREN KOPP LUNG H 2 Wasserstoff GRUNDSTOFF FÜR DIE INDUSTRIE DER ZUKUNFT Methanisierung NUTZUNG VORHANDENER INFRASTRUKTUR SPART GELD Gas-Infrastruktur POWER-TO-GAS Elektrolyse STROM SPEICHERN UND OPTIMAL NUTZEN POWER-TO-HEAT Wärmepumpe ERNEUERBARE ENERGIEN POWER-TO-MOBILITY UNSERE WÄRME WIRD ERNEUERBAR § BWE-POSITION ZUM GESETZLICHEN RAHMEN MOBILITÄT: ELEKTRISCH UND VERNETZT 1. Keine Sektorenkopplung ohne Erneuerbare Energien. Bis 2030 müssen jährlich 16 GW Erneuerbare Kapazität zugebaut werden. Deshalb: Ausschreibungsmengen erhöhen, Genehmigungen erleichtern! 2. Eine wirksame CO 2 -Bepreisung muss die Kosten der fossilen Energieerzeugung verursachergerecht abbilden und so faire Marktbedingungen schaffen. 3. Das System der Steuern, Abgaben und Umlagen muss so reformiert werden, dass belohnt wird, wer flexibel Energie abnimmt und bereitstellt. 4. Effektive Marktanreizprogramme müssen Investitionen in innovative Projekte beschleunigen. 5. Direktlieferung stärken, indem Direktleitungen von der Anlage zum Abnehmer auch über größere Distanzen rechtssicher umgesetzt werden können. 6. Auch bei Strombezug aus dem öffentlichen Netz muss die grüne Eigenschaft des Stroms im Endprodukt nachgewiesen werden können. Mehr unter: www.wind-energie.de/themen/ sektorenkopplung/ ABKEHR VON KONVENTIONELLEN ENERGIEN 100% Damit die Energiewende gelingt, braucht es Erneuerbare Energien nicht nur zu 100 Prozent im Strombereich, sondern auch in der Industrie, bei Wärme bzw. Kälte und im Verkehr. Neben Energiesparmaßnahmen sind sie das beste Instrument zum Klimaschutz. 2018 sparten Erneuerbare 187 Mio Tonnen CO 2 - Äquivalente ein. Durch Sektorenkopplung kann sich das weiter erhöhen. Das Poster zur Sektorenkopplung lag der neue energie Ausgabe 3/2020 bei.

Brennpunktthemen Sektorenkopplung Schlüsseltechnologie der Zukunft Power-to-Gas (PtG) ist eine Schlüsseltechnologie, um Windstrom in größerem Maßstab in anderen Sektoren zu nutzen. Das mithilfe von Elektrolyseuren hergestellte „grüne Gas“ (Wasserstoff oder synthetisches Methan) lässt sich problemlos längerfristig und in großen Mengen speichern und auch über lange Strecken transportieren. Grüne Gase können insbesondere in den Anwendungen zum Einsatz kommen, in denen die direkte Stromverwendung technisch schwierig, weniger effizient und volkswirtschaftlich teurer ist, z. B. beim Schwerlast-, Schiffs- und Flugverkehr. Auch die Industrie wird in großem Maßstab auf den Einsatz erneuerbarer Gase angewiesen sein. Die Technik für die PtG-Prozesse steht zur Verfügung, Transport- und Speicherkapazitäten sind vorhanden und die Industrieunternehmen sind gewillt zu investieren. Viele Akteure auch aus der Windenergiebranche sind bereit, Investitionen zu tätigen, um den nächsten Schritt einer integrierten Energiewende zu gehen. Insbesondere für von Abregelungen betroffene Anlagen oder Anlagen ohne EEG-Vergütung kann die Technologie eine interessante und systemdienliche Erlösoption darstellen. Klare Markteinführungsstrategie statt Einzelförderungen Der Aufbau der PtG-Strukturen, insbesondere von Anlagen zur Produktion von erneuerbaren Gasen, muss heute beginnen, um den Bedarf in Zukunft decken zu können. Ein starker Heimatmarkt, der diese Technologien selbst nachfragt, ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg deutscher Hersteller von PtG-Technologie. Exportchancen können genutzt und Wertschöpfung kann vor Ort generiert werden. Auch wenn davon auszugehen ist, dass ein großer Teil des zukünftigen Bedarfs an grünen Gasen aus dem Ausland stammt, wächst durch die heimische PtG-Produktion die Unabhängigkeit Deutschlands von Energieimporten. Die Bereitstellung eines geeigneten Marktrahmens für die Entwicklung der PtG-Technologie ist also auch industriepolitisch von Bedeutung. Es bestehen jedoch erhebliche Hemmnisse für den Marktanlauf, die sich aus einem Mix von zu hohen Strombezugskosten, untauglichen Begünstigungen, schwacher Nachfrage, überalterten Normen und unklarer Genehmigungslage zusammensetzen. Der aktuelle Förderrahmen bestehend aus Einzelmaßnahmen und zögerlichen Begünstigungen entspricht vielmehr einem Flickenteppich als einer klaren Markteinführungsstrategie. Ausbau im Gigawatt-Maßstab angestrebt Ziel muss ein energierechtlicher Rahmen sein, in dem PtX-Anlagen entsprechend ihrer zentralen Rolle in der Energiewende so behandelt werden, dass sie ihre netz- und systemdienliche Funktion voll entfalten können. Dazu gehören neben einer einheitlichen energierechtlichen Definition von Energiespeichern auch eine grundlegende Reform des Steuer- und Umlagesystems sowie die wirksame Bepreisung von klimaschädlichem CO 2 . Kurzfristig braucht es zudem einen Förderrahmen, der den Marktanlauf der PtG- Technologie beschleunigt. Im Rahmen eines geeigneten Förderprogramms ließen sich durch Skalierungseffekte die Wirkungsgrade der Elektrolyseure weiter verbessern, Produktionskosten senken und die Technologie für den Ausbau im GW-Maßstab fit machen, der nach 2025 unbedingt einsetzen muss. All dies wird aber nur funktionieren, wenn dem zusätzlichen EE- Strombedarf durch Sektorenkopplungstechnologien Rechnung getragen und der Ausbau der Windenergie massiv beschleunigt wird. 25

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