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BWE Geschäftsbericht 2019

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Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Themen der Branche im Rückblick auf 2019.

Brennpunktthemen

Brennpunktthemen Netzausbau: Freileitungsmonteure arbeiten gleichzeitig an Leitungen. © Amprion GmbH / Daniel Schumann 38

Brennpunktthemen Von Anlagensicherheit bis Stromsteuergesetz – BWE-Themen 2019 Anlagensicherheit: Intensivere Arbeit an technischen Richtlinien angestrebt Um der teils sehr negativen öffentlichen Diskussion über die Sicherheit an Windenergieanlagen entgegenzuwirken, trafen sich Vertreter der BWE-Beiräte der Hersteller, Betreiber und Sachverständigen sowie der BWE-Geschäftsstelle am 24. Juni 2019 mit Vertretern des VdTÜV und der Zertifizierungsstellen des TÜV Nord und des TÜV Süd. Behandelt wurden unter anderem Fragen der Qualifikation der Sachverständigen sowie des Ablaufs und Inhalts von Prüfungen. Als Ergebnis wurde die Abstimmung bei Fragen bezüglich Medien und Politik sowie der intensive Austausch zwischen TÜV und den BWE-Gremien vereinbart. Die fachliche Arbeit des BWE prägte die Gestaltung der technischen Richtlinien und Leitfäden des Verbandes, bspw. der Grundsätze zu Wiederkehrenden Prüfungen, der Grundsätze zur Prüfung und Bewertung eines möglichen Weiterbetriebes und der BWE-Blitzschutzrichtlinie, die im Verlaufe des Jahres angestoßen wurden. Zudem befindet sich der BWE im Austausch mit den Herstellern, Betriebsführern und Sachverständigen hinsichtlich der Weitergabe von HSE-Meldungen (Safety Alerts). Hintergrund ist, dass HSE-Meldungen die an der Anlage tätigen Personen nicht bzw. nur in unregelmäßigen Abständen, häufig über Umwege erreichen. Dies stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Netze: Vollständige Vergütung der Blindleistung gefordert Der BWE hat im Jahr 2019 in den Sitzungen der BMWi-Kommission zur Beschaffung von Blindleistung intensiv mitgearbeitet und seine Positionen eingebracht. Die langjährigen Anstrengungen des Verbandes, sich für eine Vergütung von Blindleistung auch innerhalb der technischen Mindestanforderungen in den technischen Anschlussregeln (TAR) einzusetzen, haben endlich Früchte getragen. Die Netzbetreiber sind dem BWE in ihrem Modell, dass sie im Rahmen der Blindleistungskommission eingereicht haben, einen großen Schritt entgegengekommen: Bisher war für die Netzbetreiber die Vergütung von Blindleistung innerhalb der technischen Mindestanforderungen nicht verhandelbar. Nun schlagen sie selbst eine Teil-Vergütung innerhalb der Mindestanforderungen für die Hochspannung sowie für die gesamte Blindleistung in der Höchstspannung vor. Jedoch fordert der BWE weiterhin eine vollständige Vergütung der eingespeisten Blindleistung – innerhalb und außerhalb der Mindestanforderungen. Netzstudie, Netzanschlusspunkt Die vom BWE mitfinanzierte und in Auftrag gegebene Studie „Innovative Lösungsansätze zur zeitnahen Überbrückung von Netzengpässen zur ungehinderten Integration von EE-Erzeugern“ wurde am 4. Juni 2019 veröffentlicht. Ihr Ergebnis: Bei zeitnaher Implementierung der netzoptimierenden Maßnahmen (Freileitungsmonitoring, Phasenschiebertransformatoren und Online Dynamic Security Assessment) muss der EE-Ausbau nicht gebremst werden. Die sogenannte „Synchronisierung“ des EE-Ausbaus mit dem Fortschritt des konventionellen Netzausbaus ist zumindest bis 2025 aus technischer Sicht nicht begründbar und damit nicht notwendig. Des Weiteren hat das Forum Netztechnik/Netzbetrieb (FNN) auf Initiative des BWE AK Netze eine Projektgruppe gestartet in der ein Hinweispapier erarbeitet werden soll, welche Angaben und Berechnungen im Rahmen eines Netzanschlussantrags dem Antragsteller übermittelt werden sollen. Ziel ist es, dem Antragsteller eine bessere Daten-Grundlage zu verschaffen, um den optimalen Netzanschlusspunkt zu finden und damit Kosten zu senken. 39

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