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BWE Geschäftsbericht 2019

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Erfahren Sie mehr über die wichtigsten Themen der Branche im Rückblick auf 2019.

BWE-Präsident Hermann Albers 4

Editorial Verstärkter Ausbau für den Erfolg der Energiewende Fachlich fundiert den innovativen Aufbruch organisieren Die Windenergie beweist jeden Tag, dass sie der Masseträger und Stabilitätsanker in der künftigen Energiewelt sein wird. 2019 lieferten unsere Anlagen an Land und auf See ca. 127 TWh sauberen Strom. Wind ist die stärkste Energiequelle im deutschen Strommix. Der Anteil der Windenergie an Land lag mit einer installierten Leistung von 53,1 GW bei ca. 102,6 TWh. Die 7,6 GW Offshore-Windenergieanlagen lieferten 24,4 TWh. Bis 2050 können wir die installierte Leistung zügig vervielfachen und die Stromproduktion weiter ausbauen. Unser Ziel ist es, bis 2050 auf 2 Prozent der Fläche in jedem Bundesland bei insgesamt 200 GW Wind an Land gut 770 TWh Strom zu liefern. Dafür braucht es nur wenig mehr Anlagen als heute. Zusätzlich können 54 GW installierter Leistung in Nord- und Ostsee weitere 260 TWh saubere Energie bereitstellen. Diese Zahlen unterstreichen, dass die Windenergie den Umbau der Energiewirtschaft prägen und einen starken Beitrag zum Klimaschutz leisten wird. Politische Ziele sind das eine, die Realität ist oft eine andere. Wir erleben im zweiten Jahr in Folge, wie der gesetzgeberische Stillstand in der Energiewirtschaft prägt. Notwendige Entscheidungen werden aufgeschoben, in Arbeitsgruppen delegiert und in Aufgabenlisten abgelegt. Die Lage der Branche ist angespannt: Entlassungen, Konkurse, fehlende Flächen, Genehmigungen und ausufernde Klagen. Mit fachlich fundierten Aktionsplänen zu Genehmigungen, zu Teilhabe und Wertschöpfung sowie einem Maßnahmenplan Weiterbetrieb haben wir unsere Expertise herausgestellt. Wir werden gehört. Wir sind anerkannt. Aber die Politik tritt auf der Stelle. Daher braucht es jetzt den starken, handlungsbereiten Verband, der Interessen bündelt, zusammenführt, ausgleicht und deutlich fordert. Dies tun wir mithilfe des unerschöpflichen Engagements unserer Mitglieder. Grundsolide hat der Verband in den letzten schwierigen Jahren gewirtschaftet. Die Finanzen sind in Ordnung, Rücklagen stehen bereit. Aber wahr ist auch: Noch gibt die Branche, die im Mittelpunkt der neuen Energiewelt stehen wird, zu wenig für die eigene politische Interessenvertretung aus. Wir müssen uns fragen: Reicht es aus, was wir geben, reicht es aus, was wir tun? Sicher lässt sich nicht jedem Anspruch gerecht werden. Trotzdem gilt, nur gemeinsam, statt jeder für sich, lässt sich neuer Erfolg erarbeiten. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ländern und in Berlin leisten in einer Zeit, in der viele Unternehmen vor schweren Herausforderungen stehen, Beachtliches. Wir erleben eine Gesellschaft, die zerfasert. Eigeninteressen nehmen sich immer rücksichtsloser Raum Emotionen bestimmen oft den öffentlichen Diskurs. Politische Entscheidungsträger richten sich nach neuesten Umfragen. Befreiend haben wir erlebt, wie die Schülerbewegung Fridays for Future eine neue Sichtbarkeit der Klimapolitik erzwang. Ihr gelang es, die Öffentlichkeit zu motivieren und dadurch Politik in Berlin und Europa aufzuwecken. Jetzt muss etwas getan werden, war allgemeine Erkenntnis. Während dieser Text entsteht, ist unser Land mit einer neuen Herausforderung konfrontiert. Ein unsichtbarer Virus bringt das Land zum Stillstand. Wenn wir danach wieder anpacken können, steht das Wertschöpfungsnetzwerk unserer Branche bereit. Wir wollen dezentral investieren, regional Beschäftigung und Steuereinnahmen sichern und gleichzeitig einen starken Beitrag für eine innovationsstarke neue Energiewelt liefern. Wir arbeiten schon heute dafür, administrative Hemmnisse beiseitezuschieben, den Investitionsstau aufzulösen und einen neuen Aufbruch zu organisieren. Wir haben gemeinsam viel vor. Seien Sie als Mitglied eines starken und vielfältigen Verbandes dabei! Ihr Hermann Albers 5

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