Aufrufe
vor 1 Jahr

Corporate Green PPAs - Ökonomische Analyse

  • Text
  • Ppas
  • Strom
  • Abnehmer
  • Umlagen
  • Strompreiskompensation
  • Analyse
  • Steuern
  • Unternehmen
  • Graustrom
  • Erzeuger
  • Deutschland.de

Impressum Herausgeber

Impressum Herausgeber Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) Chausseestraße 128 a 10115 Berlin Tel.: +49 (0)30 66 777-0 Fax: +49 (0)30 66 777-699 E-Mail: EE-Team@dena.de www.dena.de Inhalt 01 Zusammenfassung: dena-Marktmonitor 2030 Autoren dena Tibor Fischer, Manuel Battaglia, Moritz Robers, Andreas Ebner, Alenka Petersen 02 Zielstellung der Analyse Autoren Aurora Energy Research Benedict Probst, Hanns Koenig, Peter Baum, Andrew Moore Autoren Ashurst Dr. Maximilian Uibeleisen, Dr. Simon Groneberg Bildnachweis Titelbild – shutterstock.com/lovelyday12, S. 3 – dena Stand: 02/2020 03 Grundlagen 04 3.1 Corporate Green PPAs: Perspektiven in Deutschland 3.2 Rechtliche Ausgestaltung Preis- und Wertkomponenten Alle Rechte sind vorbehalten. Die Nutzung steht unter dem Zustimmungsvorbehalt der dena. Sämtliche Inhalte wurden mit größtmöglicher Sorgfalt und nach bestem Wissen erstellt. Die dena übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Für Schäden materieller oder immaterieller Art, die durch Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen unmittelbar oder mittelbar verursacht werden, haftet die dena nicht, sofern ihr nicht nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden zur Last gelegt werden kann. Bitte zitieren als: Deutsche Energie-Agentur (dena, 2020): „Corporate Green PPAs: Ökonomische Analyse“ Mehr Informationen zum Hintergrund: dena-Marktmonitor 2030 Corporate Green PPAs: Ökonomische Analyse Perspektiven langfristiger grüner Stromlieferverträge aus Sicht von Nachfragern www.dena.de 05 06 4.1 Künftige Strompreisentwicklung 4.2 Anlagenprofil 4.3 Wert des Grünstroms 4.4 Risikobewertung Fallbeispiele 5.1 Brauerei Düsseldorf 5.2 Konsumgüterproduzent Leipzig 5.3 Chemiefirma Mannheim 5.4 Aluminiumhersteller Hamburg 5.5 Analyse der Fallbeispiele: Zusammenfassung Identifizierte Ansatzpunkte für attraktivere Rahmenbedingungen für Corporate Green PPAs

Corporate Green PPAs verbinden Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz Zwei zentrale Ziele formulieren einen neuen Gestaltungsanspruch an die Politik: Ein Anteil erneuerbarer Energien von 65 Prozent bis 2030 und die vollständige CO 2 -Neutralität bis 2050. Während das erste Ziel eine zentrale Etappe im Strommarkt in Deutschland markiert, verweist die in drei Dekaden zu erreichende CO 2 -Neutralität auf eine neue Form des Wirtschaftens in Deutschland und nun mit dem Green Deal auch innerhalb der EU. Dabei werden Corporate Green PPAs zu einem Standortvorteil für die deutsche Wirtschaft. Richtet man den Blick auf 2050 und das mittlerweile auch für die EU ausgerufene Ziel der CO 2 -Neutralität, wird deutlich, dass Unternehmen bereits heute beginnen müssen, ihre Produktionsweisen anzupassen, wenn sie in Zukunft vor dem Hintergrund steigender Strom- und CO 2 -Preise bestehen wollen. Dies gilt nicht nur für energieintensive Industrien, sondern auch für mittelgroße Energienachfrager. Diese nachfragezentrierte Sichtweise fördert Chancen und Hemmnisse gleichermaßen zutage: Bereits heute lohnt sich der Bezug von grünem Strom für einzelne Branchen im direkten Vergleich zu Graustrom. Gleichzeitig zeigt die Analyse aber auch, wie die bestehende Unklarheit bei den Regelungen zur Stromkompensation und die bestehenden Abgaben und Umlagen für einzelne Branchen das Potenzial des Instruments erheblich beschränken. Dieser offensichtliche Handlungsbedarf ist natürlich nicht nur für PPAs ein zentraler Punkt. Hier wird es darum gehen, allen Aspekten eines zukunftsfähigen Strommarkts Rechnung zu tragen. Daher haben wir weitere zentrale Ansatzpunkte identifiziert: Finanzierungs- und Risikoabsicherung für die beteiligten Vertragspartner, zusätzliche Qualitätsmerkmale für grünen Strom und Transparenzmaßnahmen, die zur Senkung der Transaktionskosten im Anfangsstadium des PPA-Marktes beitragen, sind hier zentrale Stellschrauben. Die Wirtschaft ist im Grundsatz bereit, diese Herausforderung anzunehmen. Viele Unternehmen setzen sich ambitionierte Ziele, optimieren ihre Herstellungsprozesse und nutzen Investitionsanlässe für die strategische Umstellung ganzer Produktions weisen. Dabei werden Unternehmen notwendigerweise auf die direkte oder indirekte Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen setzen. Gleichzeitig versuchen bereits heute viele Unternehmen, sich gegen steigende Strompreise mit dem langfristigen Einkauf erneuerbaren Stroms abzusichern. Ökonomie und Ökologie werden nicht zuletzt aufgrund der massiv gesunkenen Gestehungskosten zu zwei Seiten derselben Medaille. Dieser Befund wird auch in unserem ersten dena-Marktmonitor 2030: Corporate Green PPAs deutlich: Sowohl Stromverbraucher als auch Anbieter von grünem Strom schätzen die zukünftige Rolle von langfristigen grünen Stromlieferungen in Form von Power Purchase Agreements (PPAs) als wichtig bis sehr wichtig ein. Gleichzeitig hat die Umfrage aber auch zahlreiche Hemmnisse identifiziert, die eine umfangreiche Erschließung des nachfragegetriebenen Potenzials erschweren. Hieran knüpft die nun vorliegende ökonomische Analyse an: Sie identifiziert und quantifiziert die entscheidenden betriebswirtschaftlichen Einflussgrößen aus Sicht der Nachfrager unterschiedlicher Branchen. Dabei berücksichtigt sie die Verbrauchsprofile der betrachteten Unternehmen und bildet unterschiedliche Erzeugungstechnologien ab. So werden zentrale Erfolgsfaktoren für den tatsächlichen Abschluss eines Corporate Green PPA im Vergleich zum Graustrombezug sichtbar. Genau an diesem Punkt ist die Politik gefragt: Denn ein das EEG ergänzender nachfragegetriebener Ausbau kann die offensichtliche Lücke beim Ausbau regenerativer Erzeugungskapazitäten bis 2030 schließen. Zu den damit verbundenen zentralen Herausforderungen zählen, die Anzahl der aus der EEG-Vergütung fallenden Ü-20-Anlagen bei gleichzeitig steigendem Strombedarf zu minimieren. Letztendlich besteht die Chance darin, der Wirtschaft als Nachfrager und als Investor eine gestaltende Rolle in der Energiewende einzuräumen. In diesem Sinne richtet sich diese Analyse sowohl an die Unternehmen als Nachfrager als auch Anbieter mit dem Ziel, die zukünftige Relevanz von PPAs als auch die ökonomischen und ökologischen Chancen aufzuzeigen. Unsere daraus abgeleiteten Empfehlungen für die Politik verstehen wir als einen weiteren Beitrag zu einer Debatte, die wir als dena in Zukunft noch weiter intensivieren wollen. Denn wir sind uns sicher, dass PPAs ein zentraler Baustein für die Ausgestaltung der integrierten Energiewende werden müssen! Herzlichst Ihr Andreas Kuhlmann Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena) Vorwort 3

Hier finden Sie Fachpublikationen und Unternehmensbroschüren

Finden Sie uns auch auf

Copyright © 2017 Bundesverband WindEnergie