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Corporate Green PPAs - Ökonomische Analyse

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Fallbeispiel 04 5.4

Fallbeispiel 04 5.4 Aluminiumhersteller in Hamburg Für einen Aluminiumhersteller in Hamburg beträgt der jährliche Strombedarf rund 1.000 GWh bei 8.500 h Volllaststunden. Ähnlich wie bei der vorangegangenen Fallstudie ist der Bezug über Graustrom (60 EUR/MWh) insgesamt deutlich billiger als ein Solar- bzw. Wind-Offshore-PPA (67 bzw. 69 EUR/MWh) (Abbildung 18 und 19). Die PPA-Direktkosten liegen zwar mit 52–54 EUR/MWh unter den Graustrompreisen (58 EUR/MWh). Jedoch erhält der Abnehmer auf den eingekauften PPA- Strom keine Strompreiskompensation, welche mit 12 EUR/MWh erheblich ins Gewicht fällt. Durch die ausbleibende Strompreiskompensation ist das PPA gegenüber dem Graustromeinkauf weniger attraktiv. Hier bestehen allerdings – ähnlich wie bei der Chemiefirma – bei bestehender Rechtslage gewisse Unklarheiten: Ob die Anspruchsberechtigung für die Strompreiskompensation bestehen bleibt, hängt in diesem Fall stark von der genauen Ausgestaltung des PPA ab. Aus Sicht eines Unternehmens ist die Frage nach dem Anspruch auf die Strompreiskompensation essenziell. Der PPA-Festpreis ist bei Offshore-Wind etwas höher als beim Bezug über ein Solar-PPA, da das Offshore- Erzeugungsprofil im Durchschnitt höhere Strompreise am Großhandelsmarkt erzielen kann und somit wertvoller und teurer ist. Dadurch fallen hingegen die Kosten des komplementären Profils geringer aus, da in weniger hochpreisigen Stunden Strom zugekauft werden muss. Hamburg 24 Fallbeispiele

Fallstudie 4: Kostenverteilung von Energie, Umlagen und Steuern mit/ohne PPA Stromkostenverteilung 2022-2033 für Aluminiumhersteller (1 TWh), EUR/MWh (real 2018) Grauer Stromeinkauf Grüner Stromeinkauf via PPA 12 Jahre, Festpreisvertrag, Lieferung wie produziert 60 58 PPA-Direktkosten PPA-Gesamtkosten (Stromeinkauf + komplementäres + Profil) sind sind mit mit 52-54 EUR /MWh geringer als Graustrom (58 EUR / MWh) 67 69 11 9 41 45 PPA-Direktkosten (52-54 EUR/MWh) 15 -12 Rechtliche Unsicherheit bzgl. Strompreiskompensation 15 15 Steuern und Umlagen Solar Offshore-Wind Stromeinkauf PPA-Festpreis Komplementäres PPA-Profil Steuern, Umlagen & Netzentgelte Marge des Stromlieferanten Strompreiskompensation AER Template 2018 Abbildung 18: Stromkostenverteilung 2022–2033 für Aluminiumhersteller (1 TWh) mit/ohne PPA in EUR/MWh (real 2018)10 Quelle: Aurora Energy Research CONFIDENTIAL: NOT FOR EXTERNAL DISTRIBUTION 12 Abb. 19 Regulierte Umlagen und Steuern Unternehmensdetails Fallbeispiel 4 Kosten konventioneller Strom (EUR/MWh) Kosten unter PPA (EUR/MWh) Netzentgelt Stromnetz Hamburg – Hochspannung 1,1 1,1 Konzessionsabgabe Befreiung aufgrund Grenzpreisunterschreitung 0,0 0,0 EEG-Umlage Begrenzt für energieintensive Betriebe - 1 TWh Gesamtverbrauch 1 0,8 0,8 KWKG-Umlage Privilegierter Letztverbraucherabsatz mit individueller KWKG-Umlage 0,3 0,3 § 19-Umlage Letztverbrauchskategorie C (> 100 MWh & Stromkosten > 4 % Umsatz) 0,3 0,3 Offshore-Netzumlage Privilegierter Letztverbraucherabsatz mit individueller Offshore-Netzumlage 0,3 0,3 Umlage für abschaltbare Lasten Konstant für alle Verbraucher 0,07 0,07 Strompreissteuer Reduzierter Steuersatz aufgrund von Entlastungsregelungen 0,2 0,2 Strompreiskompensation Stromintensive Industrie - 12,0 - 0 3 1) Erste 1 GWh, voll EEG-Umlage, Anteil zwischen 1 und 10 GWh 10 % der Kosten, danach ab 10 GWh 1 % AER Template 2018 Abbildung Quelle: 19: Aurora Aufschlüsselung Energy Research der Steuern, Umlagen und Netzentgelte – Chemiefirma 13 10 Durch Rundungen kann es zu Abweichungen zwischen Gesamtsummen und Summe der Einzelposten kommen. Fallbeispiele 25

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