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Corporate Green PPAs - Ökonomische Analyse

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01 Zusammenfassung:

01 Zusammenfassung: dena-Marktmonitor 2030 Mit der auf dem dena-Marktmonitor 2030 aufbauenden Studie „Corporate Green PPAs aus Sicht von Nachfragern“ ist es gelungen, anhand von Beispielrechnungen herauszuarbeiten, dass PPAs unter Annahme eines in Zukunft leicht steigenden Strompreises bereits heute aus Sicht von einigen Branchen eine wirtschaftliche Alternative zum Bezug von Graustrom darstellen können. Zu den zentralen Ergebnissen der Analyse zählen: ■ ■ ■ ■ Vergleicht man lediglich die Direktkosten des Strombezugs, sind Corporate Green PPAs in sämtlichen untersuchten Beispielen wirtschaftlich attraktiver als der Bezug von Graustrom. Je höher der Wert des Erzeugungsprofils einer erneuerbaren Technologie ist, desto höher ist der PPA-Festpreis. Die Höhe der Abgaben, Umlagen und Steuern ist sowohl für Graustrom als auch für Corporate Green PPAs aus Sicht eines Nachfragers gleich. Von dem derzeitigen Abgabensystem (u. a. Netzentgelte, Konzessionsabgaben, EEG-Umlage und KWKG-Umlage) geht mit Blick auf PPAs keine ökologische Lenkungswirkung aus. Auch unter Bezug von grünem Strom sind diese in voller Höhe zu entrichten. Die Strompreiskompensation ist aus Sicht der energieintensiven Industrie der entscheidende Faktor, wenn der Bezug von grünem Strom über PPAs wirtschaftlich sein soll. Unternehmen mit mittlerem Stromverbrauch ■ Bei Industrieabnehmern mit einem mittleren jährlichen Stromverbrauch ist der Bezug von Strom über ein Corporate Green PPA sowohl bei den Direkt- als auch den Gesamtkosten wirtschaftlicher als der Bezug von Graustrom am Großhandelsmarkt. Unternehmen mit hohem Stromverbrauch ■ Bei Industrieabnehmern mit einem sehr hohen jährlichen Stromverbrauch ist der Direktpreis für Corporate Green PPAs zwar günstiger als der für Graustrom. Die Gesamtkosten sind jedoch aufgrund der Strompreiskompensation höher. ■ In stromintensiven Industrien bietet das aktuelle Abgabenund Umlagensystem keine Anreize für die Umstellung auf grünen Direktstrom in Form eines Corporate Green PPA. 4 Zusammenfassung: dena-Marktmonitor 2030

02 Zielstellung der Analyse Mit der ökonomischen Analyse von Corporate Green PPAs aus Abnehmersicht möchte die dena einen Beitrag zum besseren Verständnis von PPAs in Deutschland leisten und die strategische Relevanz des Themas sowohl für potenzielle Nachfrager als auch für Anbieter sichtbar machen. Gleichzeitig sollen Hemmnisse und mögliche Ansätze für eine zukünftig stärkere Nutzung dieses Geschäftsmodells herausgearbeitet werden. Neben der Vermittlung von allgemeinen Grundlagen liegt der Fokus dieser Analyse auf den künftigen Preisentwicklungen aus Sicht von Nachfragern. Dabei werden Corporate Green PPAs als alternative Beschaffungsstrategien verstanden, die einen Beitrag für die Minderung der produktionsbedingten CO 2 -Emissionen leisten können. Zentraler Ausgangspunkt der Analyse sind Sleeved PPAs. Mit Blick auf die Entwicklung der durchschnittlichen Großhandelspreise bis 2030 wird ein moderates Szenario zugrunde gelegt. Die Empfehlungen nehmen Bezug auf die in der Analyse herausgearbeiteten Einflussfaktoren. Dabei sollen insbesondere der Politik erste Ansatzpunkte für eine Verbesserung der rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen von PPAs aufgezeigt werden. Die ökonomische Analyse ist von der dena in Zusammenarbeit mit dem Beratungsinstitut Aurora Energy Research erarbeitet worden. Die Prüfung rechtlicher Aspekte hat die internationale Rechtsanwaltskanzlei Ashurst vorgenommen. Schwerpunkt dieser Analyse ist die Darstellung ökonomischer, aber auch rechtlicher Aspekte aus Sicht von Nachfragern. Ziel ist es, zunächst einen übergeordneten Analyserahmen für PPAs in Deutschland zu geben, der dann in ökonomischen Fallstudien in der Nahrungsmittel-, Konsumgüter-, Chemie- und Aluminiumindustrie konkretisiert wird. Anhand von Beispielrechnungen wird die Attraktivität des Bezugs von grünem Strom mit dem Bezug von Graustrom aus der ökonomischen Sicht eines Letztverbrauchers verglichen. Dabei werden Erzeugungsprofile unterschiedlicher Technologien in die Analyse einbezogen. Die vier gewählten Branchen bilden prototypische Verbrauchsprofile der deutschen Wirtschaft ab. Zielstellung der Analyse 5

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