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dena Abschlussbericht_Urbane Energiewende

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als Versorgung von

als Versorgung von Mehrparteiengebäuden die Energiewende in die Städte und Ballungsräume. Lokal erzeugter Strom wird an die Verbraucher vor Ort geliefert – zur Stromversorgung der Eigentümer oder Mieter genauso wie für den Betrieb weiterer Anlagentechnik sowie von Wärmepumpen und E-Ladestellen (siehe Teil B). Das Potenzial von Mieterstrom beläuft sich nach einer Studie im Auftrag des BMWi unter Berücksichtigung einschränkender Faktoren (die Anzahl der Wohnungen, Eigentumsverhältnisse, Sanierungszustand und Art des Daches sowie sonstige technische bzw. umfeldbezogene Einschränkungen) auf rund 3,8 Mio. Wohnungen in rund 370.000 Gebäuden deutschlandweit, dies entspräche knapp 10 Prozent des gesamten Wohnungsbestandes. Im Segment mit besonders günstigen wirtschaftlichen Bedingungen für Mieterstrom – Gebäude mit mehr als 13 Wohnungen – könnten in knapp 68.000 Gebäuden rund 1,5 Mio. Mieter von Mieterstrommodellen profitieren. 26 Grundsätzlich ist das Interesse der Wohnungswirtschaft an Mieterstrom groß. Laut einer Umfrage des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU) sehen rund 70 Prozent der befragten Wohnungsunternehmen die Stromversorgung von Mietern als ein künftiges Geschäftsfeld, 60 Prozent äußern zumindest Interesse an der Umsetzung eigener Mieterstromprojekte. 27 Weil oft die erforderlichen Kenntnisse fehlen und die Umsetzung sehr komplex ist, werden Mieterstrommodelle in über 70 Prozent der Fälle nicht selbst, sondern gemeinsam mit Energieversorgern oder Contracting-Dienstleistern realisiert. Herausforderungen für Infrastrukturen Bedingt durch eine dichte Siedlungsstruktur befindet sich in verstädterten Gebieten eine große Anzahl dezentraler und volatil einspeisender Energieerzeugungs- und KWK- Anlagen sowie Speicher auf engem Raum, die in die Verteil- und Wärmenetze eingebunden werden müssen. Der Aufbau einer Ladesäuleninfrastruktur für Elektrofahrzeuge sowie das Management neuer Lasten wie der Elektromobilität und Power-to-Heat-Anlagen führen ebenfalls zu einem Weiterentwicklungsbedarf bei der Stromnetzinfrastruktur. Gleichzeitig sind im urbanen Raum die unterirdischen Flächen begrenzt und es existiert eine hohe Nutzungskonkurrenz aufgrund einer Vielzahl von Ver- und Entsorgungsinfrastrukturen. So sind die Erweiterung oder Neuverlegung von Infrastrukturen oft nur im begrenzten Umfang realisierbar. Durch intelligente Ansätze bei Netztechnik und Betriebsführung kann der Netzausbaubedarf in urbanen Räumen begrenzt werden. Weiterentwicklungsbedarf für die Stromversorgung im urbanen Raum Im Rahmen dieses Projekts wurden im Modul „System & Strom“ insbesondere die folgenden drei übergeordneten Trends betrachtet und Weiterentwicklungsbedarfe vor allem im Rahmen der folgenden drei Ansätze weiter untersucht: 1. Integrierte Konzepte im Quartier 2. Flexibilisierung des Stromverbrauchs und Anpassungsmöglichkeiten an EE-Strom-Erzeugung 3. Verschiebung von Lasten mit Infrastrukturkopplungs- bzw. Umwandlungstechnologien Die Ansätze zu diesen Trends werden in diesem Kapitel nur kurz skizziert, weitere Details und konkrete Konzepte werden im Teil B dargestellt. 1. Integrierte Konzepte im Quartier Integrierte Konzepte auf Quartiersebene (siehe Teil B – Konzept „Stromerzeugung und Speicherung für den Eigenbedarf innerhalb einzelner Gebäude“ sowie Konzept „Strom- und Wärmeversorgung für Quartiere“) ermöglichen, durch die Kopplung verschiedener Infrastrukturen und Technologien Strom oder Wärme direkt vor Ort zu erzeugen und im Quartier zu verbrauchen, zu speichern oder Überschüsse ins Netz einzuspeisen bzw. auf der Strombörse zu vermarkten. Dabei können beispielsweise in Mehrfamilienhäusern PV-Anlagen, BHKWs, Solarthermie-Anlagen oder Power-to-Heat-Anlagen mit stationären Speichern oder Ladestationen für Elektrofahrzeuge kombiniert werden. Eine intelligente Steuerung führt zu einem netzdienlichen Betrieb der einzelnen Anlagen. Ziel ist, den Verbrauch im Quartier so zu optimieren, dass Netzengpässe vermieden und die Versorgung mit erneuerbaren Energien im städtischen Raum erhöht wird. Das senkt die Energiekosten der Verbraucher und trägt zur Senkung von THG-Emissionen bei. 36 – Teil A 26 Prognos AG und BH&W, 2017. 27 Energie Experten, 2019.

2. Flexibilisierung Zur Erhöhung des Anteils von erneuerbar erzeugtem Strom ist die Gleichzeitigkeit von Stromerzeugung und Stromverbrauch maßgeblich. Hierzu kann entweder die Erzeugungsseite oder die Verbraucherseite zunehmend gesteuert und dynamisch an Energieverfügbarkeit bzw. -bedarf angepasst werden. Im Rahmen des Erzeugungsmanagements können Kraftwerke auf die Einspeisesituation im Netz reagieren und ihre Leistung erhöhen bzw. senken (siehe Teil B – Konzept „Virtuelle Kraftwerke“). Dabei werden Stromerzeugungs-, Speicher- und Verbrauchsanlagen über eine digitale Schnittstelle zu einer virtuellen Einheit verbunden. Das Ziel dabei ist es, eine Vielzahl kleiner dezentraler Anlagen zu einer größeren Einheit zu bündeln, um flexibel auf die Einspeisesituation im Netz zu reagieren und Strom sowie Flexibilität zu vermarkten. Im urbanen Raum können beispielsweise mehrere Quartiere zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengeschlossen werden. Durch Lastmanagement kann der Verbrauch an die aktuelle Einspeisesituation angepasst werden (siehe Teil B – Konzept „Demand Side Management“). Analog zur energieintensiven Industrie können Haushalte und der Sektor Gewerbe, Handel und Dienstleistungen in städtischen Gebieten ihre Last zu Zeiten hoher Stromnachfrage reduzieren, um Netz engpässen entgegenzuwirken. Steuerbare Lasten sind beispielsweise Kühlhäuser, Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge. 3. Verschiebung von Lasten mit Infrastrukturkopplungs- bzw. Umwandlungstechnologien An das Wärmenetz angebundene KWK-Anlagen in Kombination mit Wärmespeichern bilden eine Schnittstelle zwischen den Infrastrukturen Strom, Wärme und Gas und können flexibel sowohl zur Entlastung der Strom- als auch der Wärmenetze eingesetzt werden. Die Ergänzung einer KWK-Anlage mit einer Power-to-Heat Anlage bietet zusätzlich die Möglichkeit, bei Netzengpässen Strom aus dem Netz zu entnehmen (siehe Teil B – Konzept „Flexible KWK-Anlagen und Wärmespeicher mit Anbindung an das Wärmenetz“ sowie „Wärmenetze mit der Einbindung von Elektrodenkesseln – Nutzen statt Abregeln“). Batteriespeicher können als Kurzzeitspeicher eingesetzt werden, um Netzservicedienstleistungen zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig den Autarkiegrad in einzelnen Gebäuden oder Quartieren zu erhöhen (siehe Teil B – Konzept „Batteriespeicher als Kurzzeitspeicher“). Power to Gas bietet eine Möglichkeit zur Langzeitspeicherung. Der produzierte Wasserstoff kann ins städtische Erdgasnetz eingespeist, also beispielsweise zur Belieferung von Wasserstofftankstellen und Industriebetrieben oder für den Einsatz im ÖPNV verwendet werden (siehe Teil B – Konzept „PtG als Langzeitspeicher“). Powerfuels können als Flexibilitätsoption im Stromsektor und in Kombination mit bestehenden Technologien im Wärme- und Verkehrssektor eingesetzt werden (siehe Teil B – Konzept „Umwandlungstechnologien“). Teil A – 37

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