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Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2018

Rückblick auf die wesentlichen Entwicklungen sowie Ausblick auf 2019

Agora

Agora Energiewende | Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2018 Kontostand des EEG-Kontos zum 30. September 2018 von knapp 3,7 Milliarden Euro zur deutlichen Senkung der Umlage beigetragen. Die Haushaltsstrompreise steigen im Jahr 2019 aufgrund des gestiegenen Börsenstrompreises um etwa vier Prozent an (siehe Abbildung 5-6). Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Strombedarf von 3.500 Kilowattstunden überschreiten sie im Mittel die Marke von 30 Cent je Kilowattstunde deutlich (siehe Abbildung 5-6). Im Jahr 2019 wird ein solcher Muster-Haushalt demnach etwa 35 Euro mehr für Strom ausgeben müssen als 2018. Neben den gestiegenen Strombeschaffungskosten legen auch die Netzentgelte im Durchschnitt um etwa drei Prozent zu. Bei den Netzentgelten führen insbesondere höhere Ausgaben für den Netzausbau und für die Betriebsmittel zur Integration der Erneuerbaren Stromerzeugung seit zehn Jahren zu kontinuierlichen leichten Kostensteigerungen. Die Haftungsumlage für die Offshore-Windenergie, über die zukünftig auch die Netzanbindungskosten für die Offshore-Anlagen gewälzt wird, steigt dadurch ebenfalls deutlich an. Alle anderen Preisbestandteile wie die Kraft-Wärme-Kopplungs-Umlage (KWK-Umlage), Konzessionsabgaben und Stromsteuer bleiben weitgehend unverändert. Die Verteuerung der Haushaltsstrompreise verdeutlicht, dass ohne eine grundlegende Veränderung der Bepreisung von Energie die stärkere Nutzung von Strom im Rahmen der Sektorkopplung zum Einsatz im Verkehrs- und Wärmesektor oder zur Herstellung von grünen synthetischen Brennstoffen (Power-to-Gas beziehungsweise Power-to-Liquid) nicht erfolgreich sein wird. Eine Reform der Systematik der Umlagen, Steuern und Netzentgelte ist notwendig, um die Nutzung von Strom aus Erneuerbaren Energien und die Flexibilisierung des Stromverbrauchs für die nächste Phase der Energiewende sicherzustellen. Die Stromkosten für private Haushalte steigen das erste Mal seit 3 Jahren wieder an – um etwa 3 Prozent: Haushaltsstrompreise für die Jahre von 2007 bis 2019 Abbildung 5-6 ct/kWh 35 30 25 20 15 10 5 0 20,1 1,0 1,3 6,3 5,3 21,4 1,1 1,5 5,9 5,5 25,5 26,1 22,8 23,4 3,5 3,6 1,2 2,1 1,5 1,5 1,7 1,7 29,2 29,5 29,1 29,8 29,9 29,9 5,3 6,2 6,2 6,4 6,9 6,8 1,7 1,6 1,6 1,7 1,6 1,6 5,8 5,8 5,8 6,0 6,5 6,5 6,6 6,8 7,3 7,2 5,7 5,8 6,1 6,2 6,7 6,8 6,7 6,8 6,8 6,8 5,9 7,2 8,4 8,1 8,4 8,4 8,3 7,9 7,6 7,4 6,4 6,7 7,5 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019* Beschaffung, Vertrieb, Marge Steuern Netzentgelte Konzessionsabgabe EEG-Umlage KWKG-Umlage Sonstige Umlagen 30,9 6,4 1,6 7,4 7,0 Bundesnetzagentur (2018c), *eigene Schätzung auf Basis von Netztransparenz (2018) 42

ANALYSE | Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2018 6 Negative Strompreise und Flexibilität 6.1 Monatliche Strompreise und Volatilität Die Strompreise im Großhandel (Day-ahead) waren im Jahr 2018 weniger volatil als im Jahr zuvor. In der Spitze lag der höchste Preis am deutschen Strommarkt im Tagesmittel bei rund 80 Euro je Megawattstunde (am 23. November), wohingegen der günstigste Tag des Jahres am 1. Januar 2018 einen Strompreis von rund minus 25 Euro je Megawattstunde zeigte (siehe Abbildung 6-1). Die geringere Volatilität hat zwei Ursachen. Die Spitze des Jahres 2017 mit 102 Euro im Januar 2017 war gekennzeichnet vom Ausfall umfangreicher Kernkraftwerkskapazitäten in Frankreich, kühler Witterung und niedriger Einspeisung aus Wind- und Wasserkraft. Im Jahr 2018 gab es keinen Tag, an dem eine derartige Knappheit zu Stande kam. Folglich war die Preisspitze im Jahr 2018 weniger hoch als im Vorjahr. Die negativen Strompreise fielen im Jahr 2018 ebenfalls weniger extrem aus, weil hohe Preise für CO2-Zertifikate die Erzeugungskosten von Kohlekraftwerken und insbesondere der Braunkohle deutlich gesteigert haben. Dadurch war es für Kohlekraftwerke weniger attraktiv, in Situationen mit hohen Anteilen von Erneuerbaren Energien im Markt zu bleiben. Sie reduzierten ihre Leistung stärker oder gingen gänzlich aus dem Markt. Folglich kamen weniger starke negative Preise zustande. Zudem griff zusehends auch die Sechs-Stundenregel innerhalb des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG), wonach große Erneuerbare- Energien- Anlagen nach sechs Stunden negativen Preisen ihren Vergütungsanspruch verlieren. Die wirtschaftliche Seit Juni stiegen die Strompreise aufgrund höherer CO2- und Gaspreise sowie schwacher Windproduktion: Stündliche Börsenstrompreise (Day-ahead) für 2018 Abbildung 6-1 120 EUR/MWh 80 40 0 29,5 40,1 37,4 32,1 33,5 42,4 49,5 56,2 54,8 53,1 56,7 48,4 -40 -80 Strompreis Strompreis im Monatsmittel EPEX-SPOT (2018a, Stand 28.12.18) 43

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