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Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2018

Rückblick auf die wesentlichen Entwicklungen sowie Ausblick auf 2019

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Agora Energiewende | Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2018 Abregelung der Erneuerbaren-Energien-Anlagen reduzierte ebenfalls die negativen Preise. Der höchste Monatsmittelwert war im November 2018 mit 56,7 Euro je Megawattstunde zu verzeichnen, als hohe CO2-Preise auf eine saisonal untypisch niedrige Windenergieproduktion trafen. Auch der Monat August wies mit über 56 Euro je Megawattstunde im Monatsmittel untypisch hohe Strompreise auf. Durch die langanhaltende Hitze in Europa konnten Kohlekraftwerke und Kernkraftwerke mit Flusskühlung, aufgrund der hohen Wassertemperaturen, nur noch mit geringen Leistungen betrieben werden. Somit traf ein vergleichsweise hoher Strombedarf ausgelöst durch den Bedarf an Kühlung und Klimatisierung auf ein niedriges Angebot an Stromerzeugung aus konventionellen Kraftwerken, das von der starken Solarstromproduktion nur tagsüber ausgeglichen werden konnte. Deutlich wurde in diesem Zusammenhang, dass auch konventionelle Kraftwerke Risiken für die Versorgungssicherheit aufgrund von Witterungsbedingungen darstellen können. Systematische Versorgungsengpässe waren allerdings trotz dieser Situationen im August und November auch im Jahr 2018 nicht zu verzeichnen. Insgesamt war das Strompreisniveau im Jahr 2018 durch die deutlich gestiegenen Rohstoff- und CO2- Preise höher als im Jahr 2017 (siehe Kapitel 5). Die Monate mit den niedrigsten monatlichen Strompreisen (Januar und Mai) waren gekennzeichnet durch hohe Erneuerbare-Energien-Erzeugung. Der Rekord der Erneuerbaren-Erzeugung im Jahr 2018 trug dazu bei, dass mit 134 Stunden die Anzahl der Stunden mit negativen Preisen vergleichbar mit der des Jahres 2017 war (siehe Abbildung 6-2). Der mittlere Wert der negativen Strompreise sank im Jahr 2018. Mit rund minus 14 Euro halbierte sich der Wert im Vergleich zum Jahr 2017 fast, bedingt durch die höheren CO2-Preise. Der niedrigste Preis des Jahres war mit minus 76 Euro je Megawattstunde auch geringer ausgeprägt als im Vorjahr. Dies verdeutlicht Zahl und Ausmaß der Stunden mit negativen Strompreisen nahmen 2018 ab: Auswertung der Stunden mit negativen Strompreisen 2018 Abbildung 6-2 56 64 64 126 97 146 134 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 -14,2-15,6-9,0 -17,8 -13,7 -26,5 -70,2 -65,0 -79,9 -76,01 -83,1 -100,0 -130,1 Anzahl der Stunden mit negativen Preisen Mittlerer negativer Preis in Euro/MWh -222,0 Negativster Preis in Euro/MWh EPEX-SPOT (2018a, Stand 31.12.18) 44

ANALYSE | Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2018 wie schon in den letzten Jahren, dass die Akteure im Markt immer besser verstehen mit solchen Situationen umzugehen: Sie reduzieren die konventionelle Stromerzeugung möglichst weit, drosseln die Erzeugung von KWK-Anlagen, weil andere Wärmequellen wie Speicher oder Windheizer die Wärme liefern, stellen Regelleistung vermehrt durch neue Technologien wie Batterien und Industrieanlagen bereit und legen nicht zuletzt konventionelle Kraftwerke technisch immer flexibler aus. Insgesamt verdeutlicht die Entwicklung auch im Jahr 2018, dass der Flexibilitätsbedarf mit zunehmenden Anteilen Erneuerbarer Energien weiter steigen wird, die Akteure diese Entwicklung jedoch verstehen und sich entsprechend daran anpassen. Die Flexibilitätsanforderungen im Strommarkt nehmen jedoch nicht nur in Zeiten hoher Einspeisung Erneuerbarer Energien zu. Ein Blick auf die teuersten und günstigsten Stunden der Stromjahre in der Vergangenheit zeigt (siehe Abbildung 6-3), dass die Flexibilitätsanforderungen auch durch die Stromnachfrage und die Verfügbarkeit konventioneller Kraftwerke getrieben werden. Während im Jahr 2018 die Extremereignisse ausgeblieben sind und somit die teuersten und die günstigsten Stunden näher aneinandergerückt sind, ist die Differenz zwischen den teuersten 500 Stunden und den günstigsten 500 Stunden weiter leicht gestiegen. 6.2 Strompreise im untertägigen Handel Noch deutlicher als im vortägigen Handel einzelner Lieferstunden zeigt sich die Volatilität der Strompreise im untertägigen Handel (Intradayhandel). Im kontinuierlichen Intradayhandel kann Strom für noch kleinere Zeitintervalle bis hin zur Viertelstundenlieferung gehandelt werden und seit Mitte 2017 an der Strombörse EPEX noch kurzfristiger, nämlich bis zu fünf Minuten vor Beginn der Lieferviertelstunde. Mit dieser Verkürzung der Vorlaufzeit rückt Hohe Erneuerbaren-Produktion kein Problem für den Strommarkt, die Ausschläge der Strompreise an der Börse gingen zurück: Teuerste und billigste Stunden an der Strombörse 2018 Abbildung 6-3 150 125 100 EUR/MWh 75 50 25 0 -25 -50 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 Teuerste 100 h Teuerste 500 h Base Preis Günstigste 500 h Günstigste 100 h EPEX-SPOT (2018a, Stand 28.12.18) 45

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