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Energiepatenschaften und Energiedialoge

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Jahresbericht 2019 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie über die globale Zusammenarbeit für eine globale Energiewende

Gemeinsam für eine

Gemeinsam für eine erfolgreiche globale Energiewende Mit mehr als 20 Partnerländern auf dem Weg in eine nachhaltige Energieversorgung Seit mehr als zehn Jahren unterhält Deutschland bilaterale Energiepartnerschaften und Energiedialoge. Für die Bundesregierung bilden sie ein zentrales Instrument eines weltweit stetig wachsenden und starken Netzwerkes von Ländern, die sich in einem umfassenden Transformationsprozess ihrer Energiesysteme befinden. Über einen regelmäßigen Regierungsdialog und mithilfe von Arbeitsgruppen sowie konkreter gemeinsamer Vorhaben werden Impulse für energiewirtschaftliche Innovationen auf dem Weg zu einer globalen Energiewende gesetzt. Partnerschaften setzen dynamische Entwicklung fort Zukunftsthemen gewinnen zunehmend an Bedeutung Zentrale Chancen und Herausforderungen der globalen Energiewende wurden 2019 über vielfältige Kanäle und auf unterschiedlichen Plattformen diskutiert. Themen wie Netz- und Systemregeln, Strommarktdesign, Wasserstoffstrategien, Kohleausstieg, Energieaudits und Gebäudeeffizienz, Netzausbau, Cybersecurity und Blockchain, aber auch grundsätzliche Fragen nach sozialverträglichem Strukturwandel und lokalen Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklungen wurden unter anderem mithilfe von 121 Workshops, 75 Steuerungsgruppentreffen und bilateralen Gesprächen, 44 Delegationsreisen sowie 20 Großveranstaltungen adressiert. Diese Größenordnungen machen deutlich: Das Interesse an der deutschen Energiewende sowie an einem intensiven Austausch zwischen Politik, aber auch Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ist ungebrochen. Denn gemeinsam mit den mehr als 20 Partnerländern verfolgt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Ziel einer wirtschaftlich und sozial attraktiven, nachhaltigen Energiesystemtransformation. Die weltweit zunehmende Dezentralisierung durch den Ausbau erneuerbarer Energien, innovativer Speicherlösungen, der Elektromobilität und weiterer Flexibilitätsoptionen auch auf Verbraucherseite steigert die Komplexität und die Notwendigkeit zur Flexibilisierung der Energieversorgungssysteme. Diesen Wandel nutzend, rückte das Thema Digitalisierung des Energiesektors 2019 auch verstärkt in das Blickfeld der bilateralen Energiepartnerschaften. Beim zweiten Deutsch-Algerischen Energietag diskutierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer angesichts nationaler Strategien über die Digitalisierung des Energiesektors zum Nutzen der Transformationsprozesse in beiden Ländern. In Mexiko wurden die Themen Digitalisierung, Cybersecurity kritischer Infrastruktur und Blockchain nicht nur im Rahmen von Veranstaltungen adressiert, sondern sie waren unter anderem auch Bestandteil einer Studie, die sich damit befasst, wie beispielsweise Anwendungsmöglichkeiten für Blockchain im mexikanischen Energiesektor aussehen könnten. Eine erfolgreiche Energiewende kombiniert Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit mit effektivem Klimaschutz. Dadurch nimmt die Bedeutung CO 2 -freier Alternativen gerade auch mit Blick auf innovative gasförmige und flüssige Energieträger weiter zu.

INTERNATIONALE ENERGIEZUSAMMENARBEIT 11 Nicht nur in Deutschland, sondern auch in zahlreichen Partnerländern nahm deshalb die Diskussion um die Rolle von CO2-freiem Wasserstoff 2019 an Fahrt auf. Die Aktivitäten- und Länderlandkarte ist dabei groß: Initiiert und umgesetzt wurden eine Hintergrundstudie zur Wasserstoffdebatte in Australien, eine deutsch-japanische Studie zur Rolle von Wasserstoff in beiden Ländern, eine Potenzialanalyse zu Power-to-X sowie eine Power-to-X-Kommission in Marokko, Austausch zu Wasserstoffmobilität mit Südkorea, die Vorstellung eines Konzepts für eine südafrikanische Förder- und Koordinationsinstitution nach Vorbild der deutschen Nationalen Organisation Wasserstoff (NOW) oder der Austausch zu Wasserstoffstrategien mit Oman. Neue Energiepartnerschaften Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier besiegelte am Rande des Berlin Energy Transition Dialogue (BETD) im April 2019 eine neue bilaterale Energiepartnerschaft mit Chile. Das Land verfügt durch seine geografische Lage über großes Potenzial für Strom aus Photo- voltaik und anderen erneuerbaren Energien. Es ist daher eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz, aber auch Wasserstoff und Digitalisierung geplant. Chile startete ebenso wie Deutschland bereits den Kohleausstieg. Darüber hinaus sind 2019 die in den letzten Jahren intensiv geführten Energiedialoge mit Japan, Südkorea und Jordanien in formalisierte Energiepartnerschaften übergegangen. Startschuss für Deutsch-Äthiopische Energiekooperation Mit dem Abschluss einer bilateralen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Energieprojekten und ersten konkreten Initiativen in diesem Rahmen baut Deutschland seine Energiekooperationen auch in Umsetzung seiner G20-Initiative „Compact with Africa“ (CwA) aus. Partnerschaften unterstützen landesspezifische Lösungsansätze Auch 2019 macht deutlich: Die Energiepartnerschaften tragen wesentlich dazu bei, nachhaltige und landesspezifische Lösungsansätze für die Herausforderungen der Energiewende zu entwickeln. Damit fördern sie nicht nur weltweit den Ausbau erneuerbarer Energien und die Verbreitung effizienter Energietechnologien, sondern sind überdies auch ein wichtiges Instrument, um sich mit Partnerländern kontinuierlich zu politischen und wirtschaftlichen Themen der Energiewende auszutauschen. Unterzeichnung der Energiekooperation mit Äthiopien im Rahmen der „Compact with Africa“ Konferenz mit Bundeswirtschaftsminister Altmaier und dem äthiopischen Energieminister Seleshi Bekele. So vereinbarten Bundeswirtschaftsminister Altmaier und sein äthiopischer Kollege Dr. Eng. Seleshi Bekele, Minister für Wasser, Bewässerung und Energie, im Rahmen der CwA-Konferenz im November 2019 in Berlin eine projektbezogene Energiekooperation zur Durchführung eines wissenschaftlichen Ideenwettbewerbs zur dezentralen Stromversorgung ländlicher Räume sowie Maßnahmen zur Optimierung bestehender Wasserkraftwerke. Ziel ist die Stärkung regenerativer Energiequellen zur Gewährleistung einer stabilen Stromversorgung als Fundament wirtschaftlicher Prosperität und einer reform- und marktorientierten Politik.

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