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eq JOURNAL 03/2020

12 13 Interview re:cap

12 13 Interview re:cap global investors ag Langjähriger Partner von Energiequelle Die re:cap global investors ag ist ein international tätiger unabhängiger M&A-Berater und Asset Manager für Erneuerbare Energien. Mit einem spezialisierten Team aus vorwiegend Solar- und Windenergieexperten betreut die Gesellschaft ihre institutionellen Investoren bei der Auswahl, Bewertung sowie bei der langfristigen Verwaltung von Projekten im Bereich der Erneuerbaren Energien. Als Asset Manager prüft re:cap die Projekte regelmäßig auf Prozessoptimierungen sowie die Verbesserung von Verfügbarkeiten und Erlösen. Wir haben mit Thomas Staudinger gesprochen, dem für den Bereich Asset Management zuständigen Geschäftsführer. Herr Staudinger, wie genau funktioniert die Arbeit bei re:cap – wer sind Ihre Kunden und wie sieht Ihr Geschäftsmodell aus? Wir beraten überwiegend institutionelle Investoren in Deutschland sowie angrenzenden Ländern bei der Auswahl und Verwaltung von Erneuerbare-Energien-Projekten, vornehmlich in den Assetklassen Wind Onshore sowie Photovoltaik. Die erworbenen Projektgesellschaften halten wir im Auftrag dieser Investoren in auf deren Bedürfnisse ausgerichteten Fondsstrukturen. Insoweit sind wir einerseits auf die Durchführung von entsprechenden M&A- Prozessen spezialisiert. Andererseits bieten wir für die Fonds sowie Drittkunden Asset-Management-Dienstleistungen im Hinblick auf die langfristige kaufmännische Begleitung der Projektgesellschaften an. Die technische Betriebsführung haben wir an geeignete Dienstleister ausgelagert (u. a. auch an Energiequelle). Gleichwohl überwachen wir die Verfügbarkeiten der Erzeugungsanlagen zusätzlich mittels geeigneter Monitoringsoftware. Seit wann sind Sie am Markt und wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie? re:cap wurde im Jahr 2010 gegründet und hat im ersten Quartal 2011 das erste Projekt (einen Solarpark in Bayern) erworben. Bis zum heutigen Tag wurden über 60 Projektgesellschaften in zwischenzeitlich fünf europäischen Ländern erworben. In Summe betreut re:cap eine Erzeugungsleistung von mehr als 800 MW in Wind- und Solarkraftwerken. Vom Standort Zug (Schweiz) aus sind wir gegenwärtig mit 20 Mitarbeitern in den vorgenannten Bereichen aktiv. Wir sind zuversichtlich, dass wir im kommenden Jahr die Schwelle von 1 GW Erzeugungsleistung überspringen werden. Seit wann kennen Sie die Energiequelle GmbH und wie viele Projekte haben Sie bereits gemeinsam zum Erfolg gebracht? Die Geschäftsbeziehung zum Haus Energiequelle ist im Jahr 2013 durch den Erwerb der Photovoltaikanlage am Standort Niedergörsdorf begründet worden. Seitdem kamen kontinuierlich immer weitere Projekte und Leistungen hinzu. Zu nennen wären z. B. die Windparks in Feldheim (DE) und Zagelsdorf (DE) und kürzlich Gardelegen (DE) sowie in Callac (FR) und Melgven (FR). Darüber hinaus betreut Energiequelle im Bereich der technischen Betriebsführung auch Windparks und Umspannwerke, die ursprünglich nicht durch Energiequelle projektiert wurden. So z. B. Umspannwerke in Güstrow, Luckau und Wörbzig sowie unseren Windpark in Handewitt. Auch im Bereich technischer Optimierungen haben wir schon die Kompetenz von Energiequelle im Bereich Netztechnik genutzt und 2017 eine große Kompensationsanlage am UW Wörbzig für einen Solarpark mit 56 MWp Leistung nachrüsten lassen. Nachdem wir gemeinsam mit Energiequelle bereits Projekte in Frankreich umgesetzt haben, steht aktuell auch die Umsetzung von zwei Transaktionen in einem weiteren Land an. In Finnland sollen zwei Windparks mit gemeinsam ca. 50 MW Leistung errichtet und im Auftrag eines institutionellen Investors durch uns für diesen erworben werden. Was macht die Arbeit mit re:cap aus, mit welchen Werten agieren Sie im Umgang mit Kunden und Partnern? Gerade im abgelaufenen Jahr haben wir uns als Gesellschaft intensiv um unsere Werte gekümmert, die wir nach „innen“ sowie nach „außen“ gegenüber Investoren und Dienstleistern leben möchten. In diesem Kontext wurden u. a. die folgenden Werte erarbeitet, die ich auch in unserer langjährigen Zusammenarbeit mit Energiequelle im Fokus sehe: Offene und ehrliche Kommunikation Nachhaltiges Handeln Agilität Freude am Erfolg Wir schätzen die Zusammenarbeit mit mittelständisch geprägten Unternehmen sehr und sind stets bemüht, durch kurze Entscheidungswege sowie pragmatische Lösungsansätze zu für beide Seiten vertretbaren Ergebnissen zu gelangen. Was schätzen Sie an der Zusammenarbeit mit Energiequelle? Im Wesentlichen sind es immer die Menschen, die die Qualität und Intensität einer Zusammenarbeit von Unternehmen auf beiden Seiten bestimmen. Über die langen Jahre der Zusammenarbeit haben sich hier auf unterschiedlichen Ebenen Vertrauensverhältnisse etabliert. Wir vertrauen auf die Empfehlungen im Bereich der technischen Betriebsführung sowie sonstiger technischer Fragestellungen und profitieren insoweit mittelbar auch vom großen Erfahrungsschatz der Energiequelle mit unterschiedlichsten WEA-Typen über die letzten Jahre. Umgekehrt kann sich Energiequelle bei Transaktionen darauf verlassen, dass wir Sachverhalte, für die es bereits Lösungen in anderen Transaktionen gab, erneut vergleichbar behandeln, was letztlich zur beschleunigten Umsetzung solcher Transaktionen führen kann. Was wollten Sie Energiequelle schon immer sagen? Weiter so! Wir glauben, dass eine weitere Diversifikation ins europäische Ausland angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen im Wind-Onshore-Heimatmarkt der richtige Weg ist und sehen Energiequelle hierfür gut aufgestellt. Wir würden es begrüßen, wenn in der kommenden Zeit auch wieder PV-Projekte in die Umsetzung gelangen würden, für die wir als Abnehmer ebenfalls gerne zur Verfügung stehen würden. In jedem Fall möge das in unserem Kollegenkreis beliebte jährliche Volleyballturnier weiter aufrechterhalten werden. Sind es doch gerade solche Anlässe, die in besonderer Weise dazu beitragen, das o. g. Vertrauensverhältnis zu bilden und zu verstärken.

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