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Erhebung von Grundlagendaten zur Abschätzung des Kollisionsrisikos von Uhus an Windenergieanlagen im nördlichen Schleswig-Holstein

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Die Errichtung von Windenergieanlagen (WEA) kann in einem artenschutzrechtlichen Konflikt mit den Bestimmungen des § 44 (1)1. BNatSchG (Tötungsverbot) stehen, wenn diese das Tötungsrisiko von besonders geschützten Arten signifikant erhöhen. Vögel können mit WEA kollidieren, bzw. von den sich drehenden Rotoren erfasst werden und für eine Reihe von Arten wird ein artspezifisch erhöhtes Kollisionsrisiko angenommen. Von Kollisionen mit WEA sind vornehmlich tagaktive Arten, die in den Windparks zur Nahrungssuche gehen, betroffen und bei Greifvögeln wird teilweise von bestandswirksamen Kollisionsraten ausgegangen (s. HÖTKER et al. 2017, GRÜNKORN et al. 2016). Für den Uhu (Bubo bubo) wird die artspezifische Gefährdung durch WEA unterschiedlich beurteilt. So stuft BREUER (2015) den Uhu als kollisionsgefährdete Art ein und die Länderarbeitsgemeinschaft der Staatlichen Vogelschutzwarten schlägt einen Abstand zwischen zu errichtenden WEA und bekannten Uhubrutplätzen von mindestens 1.000 m zur Vermeidung von Kollisionen vor (LAG-VSW 2015). In der Schlagopferkartei der Vogelschutzwarte Brandenburg („Dürr-Liste“, DÜRR 2019) sind bisher jedoch nur (Stand Januar 2019) 18 Totfunde für Deutschland, europaweit 39 Totfunde gelistet, was, etwa gegenüber 163, bzw. 327 Seeadlern, eine eher niedrige Anzahl ist. In Schleswig-Holstein wurde trotz eines hohen Bestandes von 400 Paaren (KOOP & BERNDT 2014) bisher kein Uhu als Kollisionsopfer an WEA gefunden. Auch im Rahmen der PROGRESS-Studie wurden bei intensiven systematischen Kollisionsopfersuchen im gesamten norddeutschen Tiefland ebenfalls keine toten Uhus gefunden (GRÜNKORN et al. 2016).

Erhebung von Grundlagendaten zur Abschätzung des Kollisionsrisikos von Uhus an Windenergieanlagen im nördlichen

Bio Consult SH Endbericht Erhebung von Grundlagendaten zur Abschätzung des Kollisionsrisikos von Uhus an Windenergieanlagen im nördlichen Schleswig-Holstein Autoren: Thomas Grünkorn, Jorg Welcker Husum, August 2019 Im Auftrag des Landesverbandes Eulen-Schutz Schleswig-Holstein e. V. und Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND), Schleswig-Holstein

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