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Flyer zu den Häufigsten Fragen zu Windenergie und Schall bzw. Infraschall

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Flyer zum Bericht der LUBW - Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg - vom 26.02.2016 über „Tieffrequente Geräusche inklusive Infraschall von Windkraftanlagen und anderen Quellen“. In dem Flyer werden auf die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Antworten gegeben. Der Flyer kann auch beim Ministerium in Baden Württemberg bestellt werden. (https://um.baden-wuerttemberg.de/de/presse-service/presse/pressemitteilung/pid/bericht-tieffrequente-geraeusche-und-infraschall-von-windkraftanlagen-und-anderen-quellen-ver/)

3.

3. Infraschall und TA Lärm FRAGE Es wird behauptet, die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm, 1998) würde neuere wissenschaftliche Erkenntnisse bei der akustischen Beurteilung von Anlagen nicht berücksichtigen. Ist es richtig, dass sie auch keinen Schutz vor Infraschall und tieffrequenten Geräuschen von Windenergieanlagen bietet? ANTWORT Windenergieanlagen erzeugen wie viele andere technische Anlagen Geräusche in einem weiten Schallspektrum. Dazu gehören auch tieffrequente Geräusche und Infraschall. Die Auswirkungen dieser Geräuschemissionen müssen im konkreten Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz geprüft werden. Das Gesetz verweist hierbei auf die TA Lärm [3]. Diese stellt in Deutschland die zentrale Beurteilungsgrundlage für Geräusche dar, welche von gewerblichen bzw. in du stri ellen Anlagen ausgehen. Sie wurde zuletzt im Jahre 1998 novelliert. Das bedeutet aber nicht, dass sie inzwischen nicht mehr dem technisch-wissenschaftlichen Stand entspricht. Die TA Lärm berücksichtigt nämlich durchaus auch Infraschall und tieffrequente Geräusche. Für diesen Frequenzbereich sind ausdrücklich besondere Mess- und Beurteilungsverfahren vorgesehen, die in der DIN-Norm 45 680 [4] sowie im dazugehörigen Beiblatt 1 „Messung und Beurteilung tieffrequenter Geräuschimmissionen in der Nachbarschaft – Hinweise zur Beurteilung bei gewerblichen Anlagen“ festgelegt sind. Dabei werden Schallwellen mit 10 © LUBW

Frequenzen bis hinunter zu 8 Hz berücksichtigt, also auch wesentliche Teile des Infraschallbereichs. Messungen an Windenergieanlagen, bei denen auch der Frequenzbereich unterhalb 8 Hz erfasst wurde, zeigen übereinstimmend, dass der enthaltene Infraschall auch im Nahbereich zwischen 150 m und 300 m deutlich unter der Wahrnehmungsschwelle des Menschen liegt [5]. 4. Schwingungen im Körper FRAGE Es wird behauptet, dass der mensch liche Körper ein schwing fähi ges System darstellt. Tieffrequenter Schall von Windenergieanlagen könne Resonanzphänomene im mensch lichen Organismus verursachen. Dies berge die Gefahr einer gesund heitli chen Schädigung. Stimmt das? ANTWORT Der menschliche Körper stellt ein schwingfähiges System dar: Tieffrequenter Schall kann bei sehr hohen Pegeln Schwingungen im menschlichen Organismus hervorrufen, z. B. wenn man bei einem Rockkonzert vor dem Basslautsprecher steht. Windenergieanlagen sind jedoch weder solch starke Quellen, noch werden nennenswerte mechanische Schwingungen in den Boden unter der Anlage eingeleitet. Vielmehr bewegen sich die mechanischen Schwingungen bereits in wenigen 100 m Entfernung auf dem Niveau des allgemeinen Hintergrundes. In mehreren hundert Metern Abstand von Windenergieanlagen sind solche Resonanzeffekte völlig ausgeschlossen, da die Schallintensität dazu millionenfach zu niedrig ist. Die Behauptung, Windenergieanlagen würden Resonanzeffekte im menschlichen Körper auslösen und ihn dadurch gesundheitlich schädigen, trifft daher nicht zu. © LUBW 11

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