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Impulspapier-Strom 2030

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in diesem Impulspapier hat das Bundeswirtschaftsministerium auf Grundlage aktueller Studien zwölf langfristige Trends für den Stromsektor skizziert. Die Trends beschrieben, wie Photovoltaik und Windkraft zunehmend das Energiesystem prägten.

32 Trend 12: Die

32 Trend 12: Die Energiewirtschaft nutzt die Chancen der Digitalisierung ●● Die Digitalisierung verbindet die Energiewirtschaft mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Im Jahr 2030 decken erneuerbare Energien mindestens die Hälfte des Stromverbrauchs. Die Digitalisierung sichert das effiziente Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch und Netz, sichert damit die Stromversorgung und eröffnet neue Möglichkeiten für mehr Energieeffizienz. Standards und Normen erleichtern eine störungslose Steuerung von Geräten und Anwendungen. ●● Die Digitalisierung beachtet Datenschutz und Datensicherheit. Mit der zunehmenden Digitalisierung der Energiewirtschaft gewinnt das Thema Sicherheit noch mehr an Bedeutung. Verlässliche Konzepte, Architekturen und Standards schaffen Sicherheit und Vertrauen. Standards des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sorgen für die Einsetzbarkeit des Smart-Meter-Gateways als offene Kommunikationsplattform für das intelligente Netz. Über sie können nicht nur Vorgänge wie die Messwerteübermittlung oder Last- und Erzeugungsmanagement, sondern perspektivisch auch Dienstleistungen in den Bereichen betreutes Wohnen und Gebäudemanagement abgesichert werden. ●● Neue Geschäftsmodelle entstehen und bieten einen Mehrwert für die Kunden. Die Vernetzung von Erzeugung, Verteilung und Verbrauch und die Verfügbarkeit großer Datenmengen generieren innovative Geschäftsmodelle und ermöglichen die Kopplung mit Anwendungen außerhalb der klassischen Energiewirtschaft. Automatisierte Verbrauchserfassungen und eine gerätescharfe Rückmeldung an die Nutzer führen zu neuen Dienstleistungen und Kundenbeziehungen. Aufgabe: Intelligente Messsysteme einführen, Kommunikationsplattformen aufbauen, Systemsicherheit gewährleisten ● ● Das technische Potenzial der Digitalisierung optimal einsetzen. Der Strommarkt mit hohen Anteilen erneuerbarer Energien nutzt die Potenziale der Digitalisierung aktiv. Damit wird beispielsweise der Einsatz von Flexibilitätsoptionen zum jederzeitigen Ausgleich von Erzeugung und Nachfrage erleichtert und Effizienzpotenziale werden gehoben. Standardisierte Schnittstellen lassen den Unternehmen und Anwendern den nötigen Spielraum, um kosteneffiziente Lösungen zu finden. ●● Die Sicherheit des Energiesystems erhalten. Da der Energiesektor zu den kritischen Infrastrukturen zählt, genießen die Themen Datensicherheit und Datenschutz höchste Priorität. Die Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern muss durch Vertrauen in sichere Technologien gewahrt werden. ●● Die Digitalisierung als Treiber für eine kosteneffiziente Umsetzung der Energiewende nutzen. Der regulatorische Rahmen der Energiewirtschaft wird so ausgerichtet, dass auf Basis einheitlicher Standards der Wettbewerb der Flexibilitätsoptionen erleichtert wird. Vielfältige neue Geschäftsmodelle generieren Wertschöpfung in Deutschland. Leitfragen 1. Das im Bundestag beschlossene „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“ ist ein wichtiger Schritt zur Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Digitalisierung im Stromsektor. Welche weiteren regulatorischen Weichenstellungen sind notwendig? 2. Die Digitalisierung ist eine große Chance für die Energiewende. Zugleich ist die Entwicklung – gerade aufgrund der hohen Dynamik – schwer vorhersehbar, da sie in hohem Maße durch neue Anwendungen bei den Endkunden getrieben und durch Technologiesprünge geprägt ist. Wie kann der Rahmen gestaltet werden, dass einerseits durch verlässliche Standards Planbarkeit geschaffen wird, andererseits die Digitalisierung die notwendigen Freiräume erhält, um die Kernziele der Energiewende zu erreichen? 3. Die Digitalisierung im Energiebereich ist mit erheblichen Investitionen verbunden. Inwieweit ist die Digitalisierung der Energiewirtschaft (Erzeugung, Übertragung, Verbrauch) Teil der öffentlichen Infrastruktur und welche Rolle haben die Marktakteure in diesem Prozess?​​ Mit der Digitalisierung werden in zunehmendem Maße Akteure auf den Plan treten, die sich vorrangig mit der Erfassung und Verarbeitung von Daten befassen. Zeichnen sich neue Geschäftsmodelle ab und was bedeutet das für die Struktur der Energiewirtschaft?

STROM 2030: LANGFRISTIGE TRENDS – AUFGABEN FÜR DIE KOMMENDEN JAHRE 33 Abbildung 12: Digitalisierung als Chance für die Energiewirtschaft Erzeugung Netzbetrieb Speicher Digitalisierung der Energiewirtschaft Vertrieb Verbrauch Handel Quelle: Eigene Darstellung Auswahl aktueller Studien BMWi (2016): Digitale Strategie 2025; Bundesminis terium für Wirtschaft und Energie BDEW (2015): Digitalisierung in der Energiewirtschaft; Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft Forum für Zukunftsenergien (2016): Chancen und Herausforderungen durch die Digitalisierung der Wirtschaft; Schriftenreihe des Kuratoriums, Band 9

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