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Jahrbuch Windenergie 2013 - BWE Marktübersicht

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23. Auflage der BWE Marktübersicht

Aufbau einer Nordex N117

Aufbau einer Nordex N117 im Windpark Stadum-Sprakebüll in Schleswig-Holstein. 30 BWE Marktübersicht 2013 | Jahrbuch Service, Technik & Märkte

Anlagenkonzepte Größer, höher, effektiver Der Markt verlangt zunehmend nach Anlagen für windschwächere Standorte. Und die Hersteller reagieren prompt: mit Anlagenkonzepten, bei denen Turmhöhe und Rotorgröße die Stromausbeute erhöhen. Auch bei der Steuerung und der Zustandsüberwachung schreitet die Entwicklung weiter voran. Foto: Jan Oelker Effiziente Turbinen für windschwache Standorte Höhere Anlagen mit größeren Rotordurchmessern bei gleichbleibender oder geringerer Nennleistung sind der aktuelle Trend in der Anlagentechnik. Das zeigen gerade die von den großen und mittelständischen Herstellern im letzten Jahr präsentierten neuen Anlagentypen. Bereits Ende 2011 nahm Nordex den ersten Prototypen der neuen N 117 in Betrieb. Die auf Basis der N 100-Plattform weiterentwickelte Anlage mit 2.400 kW Leistung, einer Nabenhöhe von 141 Metern und einem Rotordurchmesser von 117 Metern ist besonders für Schwachwindstandorte ausgelegt. „Die Nachfrage nach Turbinen für windschwächere Standorte hat deutlich zugenommen und wird sich voraussichtlich noch weiter steigern“, erklärt Günter Steininger, Produktmanager bei Nordex. „Deshalb“, so Steininger, „haben wir reagiert und eine Anlage entwickelt, die auch bei Windgeschwindigkeiten um die 6 m/s gute Erträge einfährt. Damit werden auch windschwächere Standorte profitabel.“ Diese seien inzwischen nicht nur aufgrund von politischen Entscheidungen in den Bundesländern in den Fokus gerückt, sondern auch deshalb, „weil die windstarken Standorte an Land mittlerweile rar gesät sind“. Das sehen auch die meisten anderen Hersteller so. Beispielsweise hat Repower auf der HusumWind mit der 3.0M122 eine Turbine vorgestellt, die ebenfalls auf die besonderen Bedingungen an Schwachwindstandorten ausgerichtet ist. Die erste Variante wird mit einer Nabenhöhe von bis zu 139 Metern ab Anfang 2013 zum Kauf angeboten. Der Prototyp soll dann im vierten Quartal 2013 errichtet werden. Auch der deutsche Branchenprimus Enercon bestätigt den Trend: Im Herbst 2012 wurde die neue E 115 mit 2,5 MW und 115 Metern Rotordurchmesser präsentiert. Im Dezember wurde der Prototyp der E 92 in Betrieb genommen – auch diese Anlage ist mit einer maximalen Leistung von 2,3 MW explizit für Schwachwindstandorte konzipiert. Weltmarktführer Vestas nimmt mit der Neuentwicklung der V 126 europaweit den gleichen Zielmarkt ins Visier. Ähnliche Pläne verfolgen zudem Hersteller wie Gamesa, Kenersys, Leitwind oder Siemens. Auch sie haben in den letzten eineinhalb Jahren Anlagen speziell für Schwachwindstandorte präsentiert. Besser für die Ausnutzung der Netze Bei geringeren Windgeschwindigkeiten sind Nabenhöhe und Rotorgröße die entscheidenden Faktoren für die Wirtschaftlichkeit einer Anlage: Sie ermöglichen durch niedrigere Auslegung (Watt pro m 2 Rotorfläche) eine größere Jahresproduktion bei konstanterer Generatorleistung und erreichen somit einen weit höheren Kapazitätsfaktor (Volllaststunden pro Jahr). Um auch an schwächeren Standorten profitabel zu arbeiten, muss die Turbine ihre maximale Leistung früher erreichen als an küstennahen Standorten mit starkem Windaufkommen. „Deshalb“, erklärt Dieter Fries vom BWE Betreiberbeirat, „sind viele der aktuellen Anlagen so ausgelegt, dass sie ihre Nennleistung bereits bei etwa 10 m/s erreichen, während stärkere Turbinen mit größerer Generatorleistung ihr Maximum erst ab etwa 14 m/s oder noch später erreichen.“ BWE Marktübersicht 2013 | Jahrbuch Service, Technik & Märkte 31

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