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Klimaschutz zum Selbermachen

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Die Broschüre "Klimaschutz zum Selbermachen - saubere Energie für alle" des Bündnis Bürgerenergie (BBEn), richtet sich an Bürger*innen und Gemeinden, die Klimaschutz als wichtiges Thema erkannt haben und zeigt Möglichkeiten auf, selbst Teil der Energiewende zu werden in den Bereichen Strom, Mobilität und Wärme. Diese Broschüre kann für eine Schutzgebühr von 1€ im Papierformat bestellt werden. ©BBEn www.buendnis-buergerenergie.de

HANDLUNGSOPTIONEN FÜR

HANDLUNGSOPTIONEN FÜR STROM, MOBILITÄT UND WÄRME Das Balkonmodul Zum Trend entwickeln sich aktuell die Balkonmodule. Sie sind der einfachste und schnellste Weg zum eigenen Sonnenstrom. Strom Die Balkonmodule sind mit einem Mini-Wechselrichter ausgestattet und werden direkt über eine herkömmliche Steckdose an das Hausnetz angeschlossen. Die Energie fließt dann quasi rückwärts in die Steckdose. Es besteht somit kein weiterer Installationsaufwand und das Modul kann problemlos selbst angeschlossen werden. Diese Mini-Solaranlagen eignen sich besonders für dich, solltest du zur Miete wohnen und über keine eigene Dachflächen verfügen. Oder dich interessiert einfach, mit wenig Aufwand Solarstrom für die Eigennutzung erzeugen zu können. Befestigung von Balkonmodulen Die Module können an allen sonnigen Orten angebracht werden. Neben dem Balkon zum Beispiel an der Fassade, im (Vor-)Garten oder auf der Terrasse. Je häufiger die Sonne direkt auf das Modul scheint, umso besser. Aber auch bei indirekter Einstrahlung produzieren die modernen Module bereits Strom. Aus Sicherheitsgründen müssen speziell zugelassene Module eingesetzt werden, wenn Personen direkt unter die Module treten können oder bei über vier Meter Montagehöhe. Achte dabei auf die Angaben der Hersteller zu den zugelassenen Montagearten. Die Rücksprache mit deinem Vermieter ist bei gemieteten Flächen wie Balkon, Terrasse, Garten etc. empfehlenswert, vor allem, wenn Dübel o.ä. zur Montage an der Hauswand verwendet werden oder die Beeinflussung des Hausfassadenbildes durch die Anlage relevant sein. Gleiches gilt für Gemeinschaftsflächen wie Fassaden oder Dächer. Balkonstrom nutzen Da Strom immer den Weg des geringsten Widerstands nimmt, wird der Strom aus dem Balkonmodul direkt in der Wohnung verbraucht. Meist produzieren die Module nicht mehr Strom als gerade in der Wohnung benötigt wird. Kühlschrank und manch andere Geräte benötigen schließlich immer Strom. Nur sehr selten kann es vorkommen, dass der Strom weiter ins Netz zu den Nachbarn fließt. Ein Speicher lohnt sich für diese geringen Mengen daher nicht. Nach einer Anmeldung des Balkonmoduls beim Netzbetreiber tauscht dieser vermutlich den Stromzähler gegen ein Modell mit Rücklaufsperre aus. Neuere und digitale Modelle haben diese bereits standardmäßig integriert. Würde die Rücklaufsperre fehlen, würde der Stromzähler rückwärts zählen, wenn an einem Tag mehr Strom produziert als verbraucht und ins Stromnetz eingespeist wird. Wie sicher ist das? Geräte, die dem Sicherheitsstandard für steckbare Stromerzeugungsgeräte DGS 0001 der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) entsprechen, können sicher betrieben werden. In Deutschland sind pro Haushalt zwei Module mit insgesamt 600 Watt möglich (Bedienungsanleitung beachten), was einer Fläche von etwa drei Quadratmetern entspricht. Bei mehr Leistung ist ein/eine Elektriker*in nötig. Das Modul wird direkt in eine vorhandene normale Schuko-Steckdose eingesteckt, auf keinen Fall in eine Mehrfachsteckdose. Bürger-Energiegenossenschaft EnerGeno Inzwischen werden zahlreiche Balkonmodule am Markt angeboten - beispielsweise von der Bürger-Energiegenossenschaft EnerGeno. Diese ermöglich die Miete der Module für 3,33 Euro im Monat und alternativ zum Kauf für 400 Euro. Mit einem Modul kannst du je nach Standort zwischen 50 und 90 Euro Stromkosten im Jahr sparen. 16 17

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