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Klimaschutz zum Selbermachen

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Die Broschüre "Klimaschutz zum Selbermachen - saubere Energie für alle" des Bündnis Bürgerenergie (BBEn), richtet sich an Bürger*innen und Gemeinden, die Klimaschutz als wichtiges Thema erkannt haben und zeigt Möglichkeiten auf, selbst Teil der Energiewende zu werden in den Bereichen Strom, Mobilität und Wärme. Diese Broschüre kann für eine Schutzgebühr von 1€ im Papierformat bestellt werden. ©BBEn www.buendnis-buergerenergie.de

HANDLUNGSOPTIONEN FÜR

HANDLUNGSOPTIONEN FÜR STROM, MOBILITÄT UND WÄRME nimmt auch die energiewirtschaftlichen Leistungen, zum Beispiel die Stromlieferung an die Mietparteien, die Abrechnung etc. Für den eingespeisten Überschussstrom erhält der / die Anlagenbetreiber*in eine feste Vergütung vom Netzbetreiber. Unter bestimmten Bedingungen ist es möglich, dass Gebäudeeigentümer steuerliche Nachteile erfahren können (Stichwort „Gewerbesteuerinfizierung“) Die Rolle von Energiegenossenschaften bei Mieterstromprojekten Bei der Planung eines Mieterstromprojektes müssen ausreichend Ressourcen vorhanden sein, um Service-Leistungen selber anzubieten oder diese an erfahrene Partner auszulagern. Energiegenossenschaften können verlässliche und professionelle Partner sein, die meist mit Dienstleistern kooperieren. Erfahrungen anderer nutzen Es wurden bisher einige Mieterstromprojekte umgesetzt. Interessierte Vermieter*innen sollten sich mit erfahrenen Akteuren - wie Energiegenossenschaften oder Mieterstromdienstleistern - austauschen, bei der Frage, welches Modell passend ist. Mieterstromprojekte können komplex sein, denn es steckt Aufwand und Zeit in der Planung und Installation. Als Gebäudeeigentümer*in solltest du dich nicht davon abschrecken lassen, denn der Aufwand lohnt sich für das Klima, den Geldbeutel von Mieter*innen und Gebäudeeigentümer*in und ermöglicht mehr Selbstbestimmung. Solltest du zur Miete wohnen, bleibt dir in Sachen Mieterstrom die Rolle des / der Motivator*in gegenüber deinem / deiner Vermieter*in. Strom Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg Mieterstromprojekte bieten ein enormes Potential, vor allem in den Ballungsgebieten, in denen auch hohe Verbräuche vorliegen. Bei der Planung und Umsetzung eines Mieterstromprojekts kann es zu folgenden Herausforderungen kommen: Geeignete Projekte finden, technische Voraussetzungen klären, Mieterstromkund*innen gewinnen, Auswahl kompetenter Dienstleister, Ausarbeitung und Verhandlung der erforderlichen Verträge. Alle Herausforderungen sind lösbar. Weitere Informationen und Tipps findest du in den weiterführenden Links. Auch das Bündnis Bürgerenergie hat einen sehr guten Überblick über Mieterstromakteure und hilft gerne weiter. Weiterführende Informationen Einen ausführlicheren Ratgeber zu Mieterstrom mit weiteren Links zu Leitfäden, Videos und Praxisbeispielen findest du auf der Internetseite von klimagen.de unter tinyurl.com/klimagen-mieterstrom Allgemeine Infos auf der Webseite pv-mieterstrom.de BENG eG München Good Practice Beispiel von BENG eG in München mit Grünstromanbieter für Reststrombelieferung Die BENG eG in München hat 2017 eines der ersten Mieterstromprojekte umgesetzt. Die ausführende Baugesellschaft München-Land hat sich entschlossen, das Dach für ein neues Wohngebäude (inklusive Kindertagesstätte) für die Montage einer Solaranlage der BENG eG zur Verfügung zu stellen. Die Anlage kann mit einer jährlichen Stromproduktion von circa 60.000 Kilowattstunden etwa 16 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgen. Dabei werden fast 28 Tonnen CO 2 -Emissionen pro Jahr vermieden. Die Bewohner*innen decken somit einen Teil ihres Strombedarfs mit lokal produzierter und erneuerbarer Energie direkt vom Dach des Gebäudes. Ist die „selbstproduzierte“ Energie aus der Solaranlage „verbraucht“, wird das Gebäude automatisch mit Ökostrom aus dem Stromnetz versorgt. Von den insgesamt 30 Letztverbrauchern beziehen aktuell 28 Mieterstrom. Gleichzeitig können die Bewohner*innen Mitglied der BENG eG werden und sich an der Finanzierung der Anlage beteiligen und erhalten hierfür eine durchschnittliche Verzinsung von drei Prozent. BENG eG übernimmt bei diesem Projekt folgende Aufgaben: Dach- und Mietergewinnung, Projektentwicklung und Installation, Information der Bewohner*innen, Finanzierung der Anlage, Betriebsführung. Das Ökostromunternehmen Polarstern übernimmt als Dienstleister: Stromlieferung als EVU, Abrechnung und Forderungsmanagement, Messwesen. 24 25

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