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Klimaschutz zum Selbermachen

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Die Broschüre "Klimaschutz zum Selbermachen - saubere Energie für alle" des Bündnis Bürgerenergie (BBEn), richtet sich an Bürger*innen und Gemeinden, die Klimaschutz als wichtiges Thema erkannt haben und zeigt Möglichkeiten auf, selbst Teil der Energiewende zu werden in den Bereichen Strom, Mobilität und Wärme. Diese Broschüre kann für eine Schutzgebühr von 1€ im Papierformat bestellt werden. ©BBEn www.buendnis-buergerenergie.de

HANDLUNGSOPTIONEN FÜR

HANDLUNGSOPTIONEN FÜR STROM, MOBILITÄT UND WÄRME weitere Fahrstrecke abdeckt als Diesel und Benzin zu den gleichen Kosten. Mobilität CoWorkLand eG Rädchen für alle(s) Ein Beispiel für dezentrales Arbeiten ist die Genossenschaft CoWorkLand eG, die eine Gemeinschaft von Gründern und Betreibern von CoWorking-Spaces im ländlichen Raum Norddeutschlands ist. Die Genossenschaft unterstützt ihre Mitglieder bei der Gründung und beim Betrieb. Sie gibt deren Kunden*innen die Möglichkeit, an möglichst vielen Orten im ländlichen Raum ortsunabhängig zu arbeiten. Die CoWorkLand eG qualifiziert und berät, betreibt auch ein überregionales Marketing und bietet eine Buchungs- und Abrechnungsplattform an. Besser digital unterwegs statt pendeln Die Digitalisierung bringt weitere Vorteile. Tägliches Pendeln oder Geschäftsreisen können durch Co- Working-Spaces und Video-Konferenzen ersetzt werden. Letzteres ist bereits in solcher Qualität verfügbar, dass fast die Atmosphäre eines persönlichen Gesprächs entsteht. Co-Working-Spaces sind gemeinsam genutzte und gut ausgestattete Büros, die ein Arbeiten in der Nähe des Wohnortes ermöglichen. Solche dezentralen Hotspots sollten die Keimzelle für einen Mobilitätsknoten mit Lastenrad- und E-Auto-Carsharing darstellen. Tipp für Viel-Pendler*innen Solltest du viel pendeln, lohnt sich eventuell ein Gespräch mit deinem Arbeitgeber, denn kürzere Arbeitswege sparen Zeit und Geld und sorgen für zufriedenere Mitarbeiter. Der Trend in der Arbeitswelt geht immer mehr in Richtung flexiblerer Arbeitsbedingungen. Unter Strom: E-Mobilität ist nicht nur die Zukunft, sondern bereits die Gegenwart Elektrofahrzeuge sind nachhaltig, wenn sie Strom aus erneuerbaren Energien beziehen – bestenfalls direkt aus lokalen Photovoltaikanlagen. Sie stoßen keine Abgase und Schadstoffe aus, sind leise und vor allem bei der Nutzung von Ökostrom ist die Umweltbilanz wesentlich besser als bei Benzin- oder Dieselmotoren. Vorteile von Elektrofahrzeugen Elektrofahrzeuge sind wartungsarm, und selbst mit dem aktuellen Strommix ist die Klimabilanz besser als bei sparsamen Autos mit Benzin- oder Dieselmotor. Mit dem Anstieg des Ökostromanteils am Strommix steigt auch der positive Effekt weiter an. Feinstaubbelastung und Lärm werden massiv reduziert und es kann direkt der Strom aus eigenen oder umliegenden Photovoltaikanlagen genutzt werden. Auch wirtschaftlich kann ein Umstieg lohnenswert sein, da bis auf weiteres keine KFZ-Steuer anfällt, der Kauf von Neufahrzeugen weiterhin staatlich gefördert wird und eine Batterieladung Ökostrom eine Pilotprojekte der Gegenwart E-Autos können mittlerweile auch erneuerbare Energien zwischenspeichern und neben dem hauseigenen sogar das bundesweite Stromnetz entlasten. Wie soll das aussehen? Tagsüber nehmen E-Autos Strom aus Photovoltaik-Dachanlagen auf und abends geben sie wieder Strom an das Haus bzw. an das Stromnetz ab (auch als „Vehicle-to-grid“ bezeichnet). Überschüssiger Strom, der im Haushalt zum Beispiel tagsüber produziert, aber nicht genutzt wird, kann so im E-Auto zwischengespeichert werden und zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf in den Abendstunden zurückfließen. Genauso kann das sogenannte bidirektionale Ladesystem auch netzausgleichend wirken, indem der Autospeicher bei Überangebot im Netz Strom speichert und bei Bedarf wieder abgibt. In vernetzter Form kann mit sehr vielen E-Fahrzeugen sogar die Stromversorgung ganzer Kommunen unterstützt werden. Die Batterie eines Elektroautos kann eine komplette Nacht lang um die 15 Haushalte mit Photovoltaik- und Windenergie versorgen. In der niederländischen Stadt Utrecht plant Renault mit dem Projekt „We Drive Solar“ das System mit dem Modell ZOE zur Marktreife zu führen. Dabei wird auf Fahrzeuge in einem E-Carsharing-Pool zurückgegriffen. Das Münchener „Mobility House“ benutzt Nissan LEAFs zur Zwischenspeicherung, weil sie schon heute für Vehicle-to-grid-Systeme serienmäßig geeignet sind. Reichweiten von E-Autos steigen Je größer die Speicherkapazität von E-Autos, desto höher ist deren Reichweite. Eine hohe Reichweite bringt Vorteile für die Ladevorgänge der E-Flitzer. Wartezeiten zum „Stromtanken“ auf langen Strecken lassen sich so häufiger vermeiden. Bereits heute existieren E-Autos mit Reichweiten von über 500 Kilometern. Damit gehören Reichweitenprobleme der Vergangenheit an und die Nutzung wird noch bequemer. Dennoch solltest du nur Elektroautos mit 36 37

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