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Rotmilan und Windenergie - Ein Scheinproblem

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Der Rotmilan wird als durch Windenergie besonders stark betroffene Vogelart eingestuft. Als Ursache wird fehlendes Ausweichverhalten gegenüber Windenergieanlagen und als Folge häufige Kollisionen mit den drehenden Rotorblättern enannt. Die Auswirkungen auf die Bestände seien kritisch, weil der Rotmilan zum einen nur ein auf wenige Länder begrenztes Verbreitungsgebiet verfügt, in denen zudem ein starker Ausbau der Windenergie stattfindet. Zum anderen seien die Bestände verhältnismässig gering und in Abnahme begriffen. Erschwerend käme das Fehlen ausgleichender Faktoren für die zusätzlichen Verluste hinzu, so dass die negativen Auswirkungen der Windenergie auf die Bestände erheblich seien.

Auswirkungen der

Auswirkungen der Windenergie auf den Rotmilan Die Praxis, auf Basis weniger, tatsächlicher oder vermeintlicher Totfunde unter Windenergieanlagen die tatsächliche Zahl der Kollisionsopfer hochzurechnen, kann aber je nach Rechenmodell zu einer völlig unterschiedlichen Bewertung des Kollisionsrisikos führen. Funde in Windparks bergen zudem die Gefahr, dass es sich um tote Vögel handelt, deren Tod wegen Vergiftung, Erkrankung, Verhungern etc. mit Windenergieanlagen nicht in Zusammenhang steht. Der Beweis einer hohen Dunkelziffer kann durch häufige Kontrollen unter Windenergieanlagen erfolgen. Das Verschwinden der Kollisionsopfer durch Aasfresser kann so deutlich reduziert und die angeblich zahlreichen Kollisionsopfer tatsächlich gefunden werden. Weder im Rahmen von Folgeuntersuchungen noch per Zufallsfund ist es jedoch bisher gelungen, eine hohe Dunkelziffer tatsächlich nachzuweisen. Für das Land Brandenburg ist die Situation für den Rotmilan besonders gut dokumentiert. Hier sind Zahlen für Totfunde, die Bestandsgrösse, die Kontrollintensität und Windenergieanlagen bekannt. Es liegen auch Hochrechnungen zur Dunkelziffer vor [2]. Gemäss einer mit Computermodellen berechneten Zahl von über 300 Kollisionsopfern pro Jahr für das Bundesland Brandenburg, resultiere bei weiterem Ausbau der Windenergie eine Gefährdung des Bestandes [2]. Dem steht entgegen, dass in den letzten Jahren jährlich nur ca. drei tote Rotmilane in Windparks gefunden werden [3]. Für das Bundesland Brandenburg ist bis heute nicht ein einziger von der Vogelberingungszentrale Hiddensee beringter Rotmilan gemeldet trotz 17‘580 in Ostdeutschland beringter Rotmilane und mindestens 68‘800 Kontrollen unter Windenergieanlagen, und gemäss Computermodell theoretisch mehreren tausend Kollisionen für den Zeitraum seit 1990 [3][6][9]. Abbildung 5 : Zahl toter Rotmilane in der zentralen Fundkartei für Brandenburg im Verhältnis zur Kontrollintensität in Windparks in Brandenburg [9]. Die Analyse der Daten zeigt darüber hinaus, dass für das Bundesland Brandenburg keinerlei Zusammenhang zwischen der Zahl der Totfunde und der Kontrollintensität besteht (Abbildung 5). Im Land Brandenburg wurden trotz 35‘000 Kontrollen in den Jahren 2009 und 2010 deutlich weniger tote Rotmilane als in den Jahren zuvor gefunden. Der anschliessend in den Jahren 10

Auswirkungen der Windenergie auf den Rotmilan 2011 und 2012 erfolgte drastische Abfall der Kontrollintensität führte ebenfalls zu keiner nennenswerten Abnahme der Zahl der Totfunde. Der fehlende Zusammenhang spricht nicht nur gegen die Annahme einer nennenswerten Dunkelziffer, sondern in Kombination mit der geringen Zahl von jährlich ca. drei Todfunden sogar dafür, dass es sich bei den Funden zum Teil noch nicht einmal um Windenergie-Kollisionsopfer handelt. Bestärkt wird dieser Rückschluss durch die Tatsache, dass bei den über 68‘800 systematischen Kontrollen unter Windenergieanlagen offenbar nur extrem wenige Rotmilane gefunden wurden, und Zufallsfunde in der zentralen Fundkartei überwiegen. Es werden sogar Totfunde ausserhalb üblicher Suchradien mitgezählt [10], bei denen das Vorliegen einer Kollision mit einer Windenergieanlage als Todesursache im Vergleich zu anderen wenig wahrscheinlich ist. Dazu kommt, dass in den letzten Jahren eine Abnahme der Zahl der Totfunde um den Faktor drei verzeichnet wird, im Vergleich zum Maximum im Jahr 2004, trotz einer stetigen Zunahme der Zahl und Grösse der Windenergieanlagen (Abbildung 6). Es fällt die sehr niedrige Zahl der jährlichen Rotmilan-Totfunde auf, im Verhältnis zur Bestandsgrösse (ca. 10‘000 Rotmilane), den jährlichen Verlusten (ca. 3‘000) und der Zahl der Windenergieanlagen (über 3‘000). Die Zahl toter Rotmilane in der zentralen Fundkartei bewegt sich in einer Grössenordnung, die man auch aufgrund anderer Todesursachen auf den riesigen, bei den Kontrollen untersuchten Agrarflächen in Brandenburg mit einer geschätzten Grösse von 50‘000 ha erwarten kann, ohne Anwesenheit von Windenergieanlagen. Abbildung 6 : Zahl der Rotmilane-Funde in der zentralen Fundkartei für Anflugopfer für Brandenburg im Verhältnis zur Zahl der Windenergieanlagen [7][9]. 11

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