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Studie zur Konventionellen Mindesterzeugung

Auch bei hoher Einspeisung erneuerbarer Energien ins Stromnetz produzieren konventionelle Kraftwerke noch Strom. Das zeigt eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Consentec im Auftrag der vier Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW. In Zeiten negativer Börsenpreise sind aktuell rund 25 bis 30 Gigawatt (GW) konventionelle Kraftwerke am Netz. Verantwortlich für diese sogenannte Mindesterzeugung sind ganz unterschiedliche Sachverhalte. Eines ist jedoch aus der Untersuchung klar ersichtlich: Es gibt Potenziale und Maßnahmen, um die Mindesterzeugung zu senken.Zusammenfassend zeigt die Studie vielfältige Ursachen von Mindesterzeugung auf

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18 Mindesterzeugung, Abschlussbericht, 25. Januar 2016 60 GW 50 40 Marktbasierter Einsatz RD auf Anweisung ÜNB Regel neg BES neg PROD_min Exportsaldo 15000 MW 12500 10000 30 7500 20 5000 10 2500 0 0 -10 -2500 -20 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 -5000 Bild 2.6: Handelssaldo und ERRP-Plandaten für den 30. März 2015 (Zeitbereiche mit negativen Preise sind rot eingefärbt) Für den 12. April 2015 zeigt sich in den Stunden mit sehr stark negativen Preisen (und folgerichtig sehr hohem Export als Handelssaldo) eine leicht erweiterte Reaktion der Kraftwerkseinspeisung. Neben dem Einsenken der als RDV vorliegenden Flexibilitäten erkennt man eine weitere Absenkung der Einspeiseleistung durch die Verringerung der vorgehaltenen negativen Besicherungsleistung (BES neg). Der als PROD_min ausgewiesene Sockel ist aber auch in diesen Zeiten nicht kleiner als 20 GW (Bild 2.7).

Mindesterzeugung, Abschlussbericht, 25. Januar 2016 19 50 GW 40 30 Marktbasierter Einsatz RD auf Anweisung ÜNB Regel neg BES neg PROD_min Exportsaldo 10000 MW 8000 6000 20 4000 10 2000 0 0 -10 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 -2000 Bild 2.7: Handelssaldo und ERRP-Plandaten für den 12. April 2015 (Zeitbereiche mit negativen Preise sind rot eingefärbt) Im Folgenden versuchen wir, den Anteil PROD_min an der Mindesterzeugung weiter aufzuschlüsseln, um weitere Erkenntnisse zu den Ursachen der Mindesterzeugung zu gewinnen. 2.2.4 Weitere Aufschlüsselung von PROD_min Der in den ERRP-Daten als PRODmin bezeichnete Anteil der Kraftwerkseinspeisung kann zunächst nicht weiter differenziert werden. Sicher ist jedoch, dass die Kraftwerke in jedem Fall mindestens mit PRODmin einspeisen, wenn sie Besicherungsleistung und/oder Regelleistung bereitstellen und/oder am Redispatch (positiv und negativ) teilnehmen. Im Folgenden skizzieren wir einen Ansatz, der je Kraftwerk den Block PROD_min in relative Anteile separiert. Die Aufteilung erfolgt gemäß der Verhältnisse von Besicherungsleistung, Regelleistung und Redispatcheinsatz (jeweils Summe aus positiven und negativen Leistungswerten). Ist z. B. in den ERRP-Daten für ein Kraftwerk eine Vorhaltung von Besicherungsleistung von 200 MW, eine Vorhaltung von Regelleistung von 300 MW und ein Redispatcheinsatz von

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