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Taiwan bietet Geschäftsmöglichkeiten bei Windenergie

Taipei (GTAI) - Der Windkraftsektor in Taiwan bietet vielversprechende Perspektiven. Auch deutsche Technologie und Expertise sind beim Ausbau gefragt. Sorgen bereitet der Mangel an Fachkräften.

Taiwan bietet Geschäftsmöglichkeiten bei

Taiwan bietet Geschäftsmöglichkeiten bei Windenergie 16.09.2019 Gute Rahmenbedingungen ziehen internationale Firmen an / Von Alexander Hirschle Taipei (GTAI) - Der Windkraftsektor in Taiwan bietet vielversprechende Perspektiven. Auch deutsche Technologie und Expertise sind beim Ausbau gefragt. Sorgen bereitet der Mangel an Fachkräften. Die taiwanische Regierung plant in den kommenden Jahren den massiven Ausbau erneuerbarer Energien. Im Bereich Windkraft sind bereits mehrere deutsche Firmen vor Ort aktiv. So erhielt der Projektentwickler WPD schon 2018 den Zuschlag für den Bau des Yunlin-Vorhabens, eines Offshore-Windparks circa acht Kilometer vor der Westküste. Unternehmensmeldungen zufolge hält WPD 73 Prozent der Anteile. Der Abschluss der Finanzierungsvereinbarungen ("Financial Close") erfolgte Ende Mai 2019, die Fertigstellung ist für Ende 2021 vorgesehen. Das Vorhaben umfasst Investitionen von rund 3 Milliarden US-Dollar (US$), die Kapazität wird sich auf 640 Megawatt (MW) belaufen. Darüber hinaus hat WPD den Zuschlag für das 350-MW-Projekt Guanyin erhalten. Taiwan nimmt in der globalen WPD-Wachstumsstrategie eine bedeutende Rolle ein, die Firma ist mit rund 90 Mitarbeitern vor Ort vertreten. Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) liefert 80 Turbinen an das Vorhaben in Yunlin und wird für 15 Jahre die Wartung übernehmen. Darüber hinaus stellt SGRE 111 Turbinen - ebenfalls kombiniert mit einem Servicevertrag - für das Projekt Greater Changhua 1 & 2 bereit, das von der dänischen Firma Orsted umgesetzt und eine Kapazität von 900 MW aufweisen wird. Siemens Gamesa erhält Zuschlag für Turbinen SGRE setzt derzeit auch die zweite Phase des Offshore-Windkraftwerks Formosa 1 um, das erste dieser Art in der Republik im Landkreis Miaoli. Dies beinhaltet die Installierung von 20 SGRE-Turbinen. Nach Angaben von Orsted Taiwan soll der Windpark bis Ende 2019 in Betrieb gehen. Die erste Bauphase des Vorhabens beinhaltet die Installierung von zwei Turbinen mit einer Gesamtkapazität von 8 MW. Auch beim Formosa-2-Projekt war Siemens Gamesa erfolgreich. Das Unternehmen gab Mitte 2019 bekannt, dass es einen freibleibenden Auftrag ("Conditional Order") zur Lieferung von 47 Turbinen für die Offshore-Anlage mit einer Gesamtkapazität von 376 MW erhalten habe. Darüber hinaus umfasst der Vertrag Wartungsleistungen und die Lieferung von Ersatzteilen sowie Werkzeugen über einen Zeitraum von 20 Jahren ("Full-Service- Contract"). Das Projekt liegt in der Nähe des Windparks Formosa 1 ebenfalls in Miaoli, der Baubeginn ist für 2020 anvisiert. Deutsche Firmen eröffnen Niederlassungen Weitere deutsche Firmen haben das Potenzial des Marktes für Windkraft entdeckt und weiten ihre Aktivitäten vor Ort aus. So ist die Firma ONP Management seit 2016 auf der Insel aktiv und hat dort 2018 eine Niederlassung gegründet. Sie soll Kunden aus Japan oder Südkorea bei der Entwicklung, Finanzierung sowie dem Bau und Betrieb von Offshore-Windparks unterstützen. Auch Energie Baden-Württemberg (EnBW) stuft Taiwan als strategisch wichtigen Markt ein. Aus diesem Grund eröffnete EnBW im März 2019 eine eigene Repräsentanz. Das Unternehmen entwickelt gemeinsam mit Partner­ 1 www.gtai.de

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